Rotstift angesetzt Einkaufswagenhersteller Wanzl schließt zwei Werke in Leipheim

Der Einkaufswagenhersteller Wanzl schließt zwei seiner drei Werke am Stammsitz im bayerischen Leipheim. 900 Mitarbeiter sind betroffen. Das Unternehmen schreibt seit vier Jahren Verluste in Deutschland.

Mittwoch, 17. Dezember 2025, 09:17 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Der Stammsitz des Einkaufswagenherstellers befindet sich in Leipheim im Landkreis Günzburg. Bildquelle: Wanzl

Der Einkaufswagenhersteller Wanzl schließt zwei seiner drei Werke am Stammsitz in Leipheim im Landkreis Günzburg. Davon sind 900 Mitarbeiter betroffen, wie ein Sprecher mitteilte. Wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, steht noch nicht fest. Dies hänge von den Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern und der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden fünf Jahren ab.

Die Wanzl-Gruppe schreibe insgesamt zwar positive Zahlen, sagte Unternehmenschef Peter Allaart der „Augsburger Allgemeinen“. „Mit unserer deutschen Gesellschaft fahren wir allerdings seit vier Jahren deutliche Verluste ein“, zitierte die Zeitung den Chef. Wanzl habe Überkapazitäten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die bislang drei Werke am Unternehmenssitz auf eines verringert werden, teilte Wanzl mit. Gleichzeitig will das Unternehmen nach eigenen Angaben im mittleren zweistelligen Millionenbereich investieren. Am Stammsitz werde „das modernste Einkaufswagenwerk der Welt“ entstehen, hieß es in der Mitteilung. Das Werk in Kirchheim im Allgäu werde modernisiert und auch das Werk in Tschechien werde ausgebaut.

Wanzl produziert neben klassischen Supermarkt-Einkaufswagen auch verschiedene Transportkarren und Gepäckwagen für Flughäfen und Hotels. Das Familienunternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben bislang 4.800 Mitarbeiter. Es betreibt zwölf Werke in acht Ländern.

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