Pilotprojekt in München V-Markt testet neue Self-Checkout-Technologien

Ab dem Februar testet das Unternehmen Georg Jos. Kaes in einer seiner V-Markt-Filialen in München neue Self-Checkout-Technologien. Im Fokus steht die Integration mehrerer Self-Checkout Systeme – darunter der intelligente Einkaufswagen FastLaner von Wanzl, der erstmals im Livebetrieb eingesetzt wird.

Dienstag, 02. Dezember 2025, 12:41 Uhr
Thomas Klaus
Testlabor unter Realbedingungen: Im V-Markt in München startet im Februar ein Pilotprojekt zur Digitalisierung von Einkaufs- und Bezahlvorgängen. Bildquelle: V-Markt/Georg Jos. Kaes

Auf rund 17.000 Quadratmetern vereint der V-Markt im Euro-Industriepark im Münchner Norden Food, Non-Food und einen angeschlossenen Baumarkt. Bislang erfolgte der Checkout ausschließlich über 25 bediente Kassen mit Kassenband. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll die Kassenzone ab Februar vollständig neu gedacht werden.

Endres: Meilenstein auf dem Weg zur digitale Kassenzone der Zukunft

Kunden stehen von Februar bis April alle relevanten stationären und mobilen Self-Checkout Optionen zur Verfügung, von Handscannern über den Fastlaner bis hin zur Self-Checkout-Zone mit dem Kassentisch Genesis und der Smart-Exit-Technologie von Wanzl.

Der Pilotmarkt in München dient als Testlabor unter Realbedingungen. Er soll zeigen, welche Self-Checkout-Variante Kunden bevorzugen, wie sich Diebstahlquoten, Verweildauer und Umsatzverteilungen unterscheiden und welchen Einfluss Retail Media auf das Kaufverhalten hat. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für uns auf dem Weg zur digitalen Kassenzone der Zukunft. Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern eine stabile und reibungslos funktionierende Lösung zu implementieren, in der sich alle Systeme vernetzt und kundenorientiert erproben lassen“, sagt Dominik Endres, Leitung IT bei der Georg Jos. Kaes GmbH.

Konzept von Wanzl, DRS und Shopreme

Das Konzept wurde gemeinsam von den Firmen Wanzl, DRS und Shopreme in enger Abstimmung mit der Georg Jos. Kaes GmbH entwickelt. DRS, der Kassensoftwarehersteller der V-Markt-Filialen, stellt neben der zentralen Softwareplattform auch die Frontend-Lösung, also die Benutzeroberfläche, für die Self-Checkout-Terminals Genesis von Wanzl.

„Das Kassensystem drs//POS ermöglicht alle neuen Kundenservices, ohne dass die zentralen Systeme der Firma Kaes angepasst werden müssen. Die für die klassische Bedienkasse vorhandenen Mechanismen werden einfach wiederverwendet“, so Uli Schäfer, Vorstand der DRS AG. Das Frontend bei den mobilen Geräten stammt von Shopreme. „Wir freuen uns, dass wir das Shopreme Ökosystem nun auch um den FastLaner von Wanzl erweitern konnten. In Kombination mit der entstehenden Standardintegration mit DRS ermöglicht dies ein nahtloses und modernes Kundenerlebnis innerhalb der Filialen“, sagt Nico Müller, Chief Commercial Officer bei Shopreme.

Wanzl koordiniert die Marktforschung

Wanzl liefert die Hardware und übernimmt die Planung sowie Installation vor Ort im Markt. Als mobile SCO Lösungen kommen 16 Fastlaner sowie 90 Handscanner von Zebra zum Einsatz. Für den FastLaner stellt Wanzl auch die Plattform bereit, auf der sich Shopreme und DRS mit ihren Softwarelösungen integrieren. In der Kassenzone sollen sieben Genesis-Tische sowie ein Colour Gate von Wanzl für einen reibungslosen Self-Checkout ohne Wartezeit sorgen, dank Smart Exit.

Die Software für das System stammt ebenfalls von Wanzl. Vollautomatisiert steuert es den eigenständigen Checkout und ermöglicht es Kunden, ohne einen Kassenbon, den Markt sicher zu verlassen. Darüber hinaus übernimmt Wanzl im Rahmen des Pilotprojekts die koordinierende Rolle bei der Marktforschung, um die gewonnenen Daten sowie Erfahrungen systematisch auszuwerten und fundierte Erkenntnisse für zukünftige Schritte zu gewinnen.

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