Netto hat seit 2013 mehr als 15.700 Tonnen optisch nicht perfektes Obst und Gemüse verkauft. Der Discounter setzt seine Initiative „Keiner ist perfekt“ vom 29. September bis 4. Oktober 2025 fort, wie das Unternehmen mitteilte. In diesem Zeitraum bietet Netto bundesweit Äpfel und Möhren aus deutschem Anbau an, die optische Mängel aufweisen, aber qualitativ einwandfrei sind.
Die Aktion ist Teil der bundesweiten Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. „Mit unserer Initiative ,Keiner ist perfekt’ setzen wir ein klares Zeichen für mehr Lebensmittelwertschätzung. Denn Geschmack und Qualität sind nicht von der äußeren Form abhängig“, zitierte das Unternehmen Christina Stylianou, die Leiterin der Unternehmenskommunikation.
In Deutschland landen jährlich etwa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, mehr als die Hälfte davon in privaten Haushalten, teilte der Discounter mit. Der Einzelhandel trägt ebenfalls zur Verschwendung bei. Netto hat nach eigenen Angaben mehrere Maßnahmen ergriffen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Das Unternehmen spendet seit 2007 nicht verkaufte, aber noch haltbare Lebensmittel an die Tafeln. Netto reduziert zudem die Preise von Produkten, deren Mindesthaltbarkeitsdatum sich dem Ende nähert.
Netto setzt auf Apeel-Technologie für längere Haltbarkeit
Als erster Discounter in Deutschland nutzt das Unternehmen nach eigenen Angaben die Apeel-Technologie. Diese soll die Haltbarkeit von Avocados und Zitrusfrüchten verlängern. Der Discounter hat zudem seine Bestellprozesse optimiert und orientiert sich dabei an der tatsächlichen Kundennachfrage, um Überschüsse zu vermeiden.
Netto hat sich verpflichtet, vermeidbare Lebensmittelabfälle im eigenen Geschäftsbereich bis Ende 2025 um 30 Prozent zu reduzieren. Bis 2030 strebt das Unternehmen eine Halbierung an. Mindestens 90 Prozent der Filialen sollen überschüssige Lebensmittel an Einrichtungen wie die Tafel abgeben, teilte der Discounter mit. Das Unternehmen kooperiert nach eigenen Angaben auch mit dem WWF Deutschland, um Entsorgungen entlang der Lieferkette zu minimieren.