Der Fischkonsum in Deutschland lag 2024 bei 12,8 Kilogramm pro Kopf. Dies gab das Fisch-Informationszentrum (FIZ) auf seiner Jahrespressekonferenz in Hamburg bekannt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht hingegen vorläufig von 12,1 Kilogramm. Die unterschiedliche Zahl erklärt das FIZ mit Sondereffekten.
Absatz von Räucherfisch stieg leicht
Der deutsche Fischmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr laut FIZ ohne große Ausschläge. Private Haushalte bevorzugten weiterhin gefrorene Produkte und Frischfisch. Der Absatz von Räucherfisch stieg leicht, während der Konsum von marinierten Fischprodukten etwas zurückging.
Bei den Lieblingssorten der Deutschen führte Lachs mit einem Marktanteil von 22,6 Prozent, gefolgt von Alaska-Seelachs mit 19,8 Prozent. Thunfisch und Boniten, Hering sowie Garnelen vervollständigten die Top 5.
FIZ meldet moderate Preissteigerungen bei Fisch
Die Preise für Fisch stiegen im Vergleich zu anderen Lebensmitteln moderat. Durchschnittlich zahlte der Konsument 12,1 Euro pro Kilogramm. Der Preisindex für Fisch erreichte 2024 einen Wert von 129,4 (Basis 2020 = 100) und lag damit knapp unter dem Durchschnitt aller Lebensmittel. Konserven und Marinaden blieben besonders günstig, während Räucherfisch als Premium-Kategorie galt.
Regional unterschied sich der Fischkonsum deutlich. Hamburg steigerte seinen Verbrauch um 13,3 Prozent auf 7,0 Kilogramm pro Kopf und erreichte damit den Spitzenwert in Deutschland. In südlichen Bundesländern aßen die Menschen traditionell weniger Fisch, wobei Baden-Württemberg mit 4,6 Kilogramm pro Kopf das Schlusslicht bildete.
Verbraucher achten mehr auf Herkunft als auf Preis
Das FIZ betonte, dass viele Verbraucher mehr Wert auf die Herkunft des Fisches als auf den Preis legten. Nach Angaben des FIZ achteten 51 Prozent der Konsumenten darauf, ob der Fisch aus Wildfang oder Aquakultur stammt und aus welchem Fanggebiet oder Produktionsland er kommt. Eine Untersuchung von 266 Fischprodukten im deutschen Einzelhandel ergab, dass 64 Prozent Umwelt-Zertifizierungen trugen.
„Trotz stabiler Marktverhältnisse und moderater Preissteigerungen richtete sich der Blick der Verbraucherinnen und Verbraucher längst nicht nur auf den Preis“, so das FIZ. Diese Transparenz bei Herkunft und Kennzeichnung unterstütze die Konsumenten beim bewussten und nachhaltigen Fischgenuss, lautet das Fazit.

