Unangemeldet Kaufland in Mönchengladbach-Pesch zwischen Nahversorgung und Nachholbedarf

Hintergrund

Hier zeigt die LP die ganze Vielfalt des Lebensmittelhandels: Ein Zufallsgenerator wählt für jede Ausgabe einen Markt aus – den die Redaktion anschließend inkognito besucht. Diesmal: die Kaufland-Filiale Reyerhütte in Mönchengladbach.

Dienstag, 17. März 2026, 07:40 Uhr
Jens Hertling
Die Kaufland-Filiale in der Reyerhütte 1 ist eine von vier Filialen in Mönchengladbach.

Im Mönchengladbacher Stadtteil Hardterbroich-Pesch führt der Weg des Testers in eine Kaufland-Filiale, die mitten in einem gewachsenen Wohnquartier liegt. Hier treffen mehrgeschossige Wohnhäuser und kleinteilige Bebauungsstrukturen auf einen großflächigen Verbrauchermarkt, der im Stadtbild wie ein Fremdkörper wirkt. Dennoch scheint die Akzeptanz in der Nachbarschaft hoch zu sein – nicht zuletzt, weil der Markt mit seinem breiten Sortiment den täglichen Bedarf bequem vor Ort deckt und entsprechend stark frequentiert ist.

Stimmung 

Wer an diesem Mittwochnachmittag die Kaufland-Filiale betritt, merkt schnell: Von einem Einkaufserlebnis kann keine Rede sein. Bereits der erste Eindruck auf dem Parkplatz fällt wenig positiv aus: Einkaufswagen stehen ungeordnet in der Fläche und ragen in Stellplätze und Wege hinein. Im Markt selbst erschweren zahlreiche, teils ungünstig platzierte Aktionsflächen die Orientierung und lassen die Verkaufsfläche unstrukturiert wirken. Gleichzeitig ist die Präsenz der Mitarbeiter in den Gängen gering; eine aktive, zugewandte Kundenansprache findet nur vereinzelt statt. Kunden bleiben mit ihren Anliegen in diesem Kaufland häufig auf sich gestellt. Besonders deutlich fallen die Schwächen im Kassenbereich auf: Zu Stoßzeiten bilden sich lange Warteschlangen bei lediglich zwei geöffneten Kassen. Die vorhandenen Selbstbedienungskassen können die Situation nur begrenzt entspannen – das Einkaufserlebnis wird gerade am Ende spürbar getrübt.

Sortiment 

Die Filiale ist technisch gut ausgestattet: Moderne Self-Scanning-Kassen, mehrere Ladesäulen für Elektroautos sowie DHL-Packstationen ermöglichen einen zeitgemäßen Einkauf. Weniger positiv fällt hingegen die Entwicklung im Bereich der Bedientheken aus. Die Deckenbeschilderung lässt erkennen, dass sich die Frischetheke für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch früher über eine geschätzte Länge von rund 30 Metern erstreckte. Inzwischen wurde dieser Bereich etwa halbiert, die Fischtheke vollständig aufgegeben. Auf den frei gewordenen Flächen dominieren nun Selbstbedienungs- und Prepack-Produkte. Für manche Kunden mag das praktisch sein, weil der Einkauf schneller und unkomplizierter abläuft. Für all jene jedoch, die Wert auf persönliche Beratung, eine größere Auswahl an Zuschnitten oder individuell zusammengestellte Mengen legen, bedeutet diese Entwicklung einen spürbaren Verlust an Qualität und Service.

Sauberkeit 

Die Filiale in der Reyerhütte machte einen überwiegend ordentlichen und sauberen Eindruck. Allerdings fiel auf, dass sich vereinzelt Papier oder anderer kleiner Müll auf dem Boden befand. Zudem war auffällig, dass beim Verräumen der Ware Transportwagen häufig in den Gängen standen und dadurch die Wege teilweise versperrten. Dadurch mussten Kunden an einigen Stellen ausweichen oder sich an den Wagen vorbeischieben, was den Einkaufsfluss deutlich beeinträchtigte.

Anzeige

Moment zum gemeinsamen Genießen

Chinesisches Neujahrsfest mit Lee Kum Kee

Zum chinesischen Neujahr 2026 präsentierte Lee Kum Kee die Kampagne „Momente zum gemeinsamen Genießen“.
Mehr erfahren