Der Markenverband hat seinen Vorstand für die Amtszeit 2026 bis 2029 neu gewählt. Erstmals gehören dem Gremium Vertreter von Vorwerk und Ritter Sport an, wie der Verband mitteilte. Als Präsident wurde Franz-Olaf Kallerhoff wiedergewählt.
Für Vorwerk zieht Vorstandsvorsitzender Thomas Stoffmehl in den Vorstand ein, für Ritter Sport Michael Lessmann, der bei dem Schokoladenhersteller als Chief Commercial Officer tätig ist. Die Wahl fand auf der Mitgliederversammlung am 5. März statt. Vorwerk war im Herbst 2025 dem Verband beigetreten.
Seit Herbst 2025 sind dem Markenverband nach eigenen Angaben neun Unternehmen neu beigetreten, darunter Vorwerk. Der Verband zählt nun 322 Mitglieder und Förderer. Diese vertreten den Angaben zufolge mehrere tausend Marken, die für eine Billion Euro Markenumsatz und über fünf Millionen Arbeitsplätze in Deutschland stehen.
Kallerhoff kritisiert Regulierung und Bürokratie
Präsident Kallerhoff kritisierte in der Mitteilung die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. „Unsere Unternehmen investieren langfristig in Innovation, Nachhaltigkeit und Beschäftigung. Doch wir erleben seit Jahren eine politische Schlagseite: mehr Regulierung, mehr Berichtspflichten, mehr nationale Sonderwege – und zu wenig strukturelle Reformen“, zitierte der Verband Kallerhoff. Die Folge seien steigende Kosten, sinkende Planungssicherheit und wachsende Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich.
Der Verband will seine Rolle als wirtschaftspolitische Stimme der Markenwirtschaft in der kommenden Amtsperiode weiter ausbauen, wie er mitteilte. Dies gelte sowohl in Berlin als auch in Brüssel. Dem neu gewählten Vorstand gehören neben Kallerhoff als Präsident sechs Vizepräsidenten und 15 weitere Vorstandsmitglieder an.