Außenhandelspreise Preise für Nahrungsmittel stark gestiegen

Die Importpreise in Deutschland sind im Juni 2025 um 1,4 Prozent gefallen. Doch Verbrauchsgüter wurden spürbar teurer. Besonders stark stiegen die Preise für Nahrungsmittel und insbesondere für Kaffee: Bei diesem Getränk gab es ein Plus von 36,1 Prozent.

Donnerstag, 31. Juli 2025, 10:37 Uhr
Theresa Kalmer
Die Importpreise waren im Juni 2025 um 1,4 Prozent niedriger als im Juni 2024. Preissteigerungen gab es weiterhin bei Konsumgütern und landwirtschaftlichen Gütern. Bildquelle: Getty Images

Die Importpreise in Deutschland sind im Juni 2025 um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Im Mai hatte der Rückgang noch bei 1,1 Prozent gelegen, berichtete das Statistische Bundesamt. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2025 blieben die Einfuhrpreise unverändert.

Auch Süßwaren deutlich teurer

Den stärksten Einfluss auf den Rückgang der Importpreise hatte erneut die Energie. Die Energiepreise fielen im Vergleich zum Juni 2024 um 13,6 Prozent. Besonders stark verbilligten sich elektrischer Strom mit minus 24,7 Prozent und Rohöl mit minus 20,6 Prozent. Auch Steinkohle und Mineralölerzeugnisse wurden deutlich günstiger importiert. Die Erdgaspreise sanken um 4,1 Prozent.

Bei den Verbrauchsgütern stiegen die Importpreise dagegen um 2,8 Prozent. Besonders Nahrungsmittel verteuerten sich mit plus 9,9 Prozent deutlich. Kaffee kostete 36,1 Prozent mehr als im Vorjahr; Rindfleisch verteuerte sich um 33,5 Prozent. Auch für Süßwaren mussten die Importeure deutlich mehr bezahlen. Denn die Preise für Schokolade und andere Süßwaren stiegen um 34,2 Prozent.

Preisplus bei exportiertem Kaffee von fast 50 Prozent

Die Exportpreise entwickelten sich im Juni positiv. Sie lagen um 0,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Mai 2025 sanken sie leicht um 0,1 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für exportierten Kaffee. Hier verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Anstieg von 47,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Energieexporte verbilligten sich dagegen um 7,1 Prozent.

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