Mindener Familienunternehmen Melitta investiert mehr als 100 Millionen Euro in Bremer Rösterei

Melitta will die Produktionskapazitäten am Standort Bremen um rund 50 Prozent steigern. Das Geld fließt in neue Grundstücke, Gebäude und Anlagen. Die Investition ist Teil einer Strategie, mit der das Familienunternehmen seinen Umsatz bis 2033 mindestens verdoppeln will.

Dienstag, 26. Mai 2026, 09:57 Uhr
Theresa Kalmer
Am Standort Bremen will die Melitta-Gruppe ihre Kapazitäten für Röstkaffee um rund 50 Prozent erhöhen. Bildquelle: Melitta-Gruppe

Die Melitta-Gruppe will mehr als 100 Millionen Euro in ihren Kaffeestandort Bremen investieren. Das Unternehmen plant, die Produktionskapazitäten der dortigen Rösterei um rund 50 Prozent zu steigern, wie es in einer Mitteilung des Mindener Familienunternehmens heißt. Die Investitionen sollen schrittweise in den kommenden fünf bis sechs Jahren umgesetzt werden.

Mit dem Ausbau reagiert Melitta nach eigenen Angaben auf eine wachsende Nachfrage nach Röstkaffee. Das Investitionspaket umfasst den Erwerb zweier angrenzender Grundstücke, den Bau eines neuen Gebäudes sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Anlagen. Der Großteil der Mittel fließe in neue Röst-, Verpackungs- und Siloanlagen sowie in Prozesssteuerungs- und Leitsysteme, teilte das Unternehmen mit.

Die Investition ist Teil der Unternehmensstrategie „Melitta 2033“, mit der die Gruppe ihren Umsatz nach eigenen Angaben mindestens verdoppeln will. „Ein zentraler Hebel dafür ist das Kaffeegeschäft in Europa“, erklärte Jero Bentz, Mitglied der Unternehmenskommunikation und Urenkel der Firmengründerin Melitta Bentz, in der Mitteilung. Das europäische Kaffeegeschäft spielt demnach eine Schlüsselrolle für die Wachstums- und Internationalisierungsziele des Konzerns.

Melitta beschäftigt nach eigenen Angaben rund 5.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von 2,53 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist den Angaben zufolge in 75 Ländern aktiv und zählt sich zu den namhaften unabhängigen Familienunternehmen in Deutschland.

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