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Bayerische Milchindustrie eG (BMI) Licht und Schatten

Lebensmittel Praxis | 22. Juni 2020

Die Bayerische Milchindustrie eG steigerte 2019 den Umsatz um mehr als neun Prozent auf 653 Millionen Euro. „In allen unseren drei Sparten – Ingredients, Frischprodukte und Käse – konnten wir Impulse im Markt setzen und unsere hohe Biokompetenz nuten“, sagt BMI-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Obersojer (Foto l.).

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Die Genossenschaft, unter deren Dach Marken wie Frankenland, Frankenland Bio, BioBauern, Thüringer Land, Haydi und Paladin versammelt sind, beschäftigen vor allem die Themen Mehrwegglas, Regionalität sowie Produkte für spezielle ethnische Zielgruppen, die mit einem Absatzplus von fünf Prozent zum positiven Ergebnis beigetragen haben.

Wichtigster Wachstumstreiber war die Sparte Ingredients mit einem Plus von 24,7 Prozent. Das Segment Käse legte im LEH inklusive Discount um 8,6 Prozent im Absatz und um 8,4 Prozent im Umsatz zu. Vor allem Mozzarella tat sich als Zugmaschine hervor, während die Erwartungen im Bereich Cheddar nicht erfüllt wurden. Hier drückten die Unsicherheiten rund um den Brexit massiv auf die Preise.

Im Bereich Frische (plus drei Prozent beim Absatz) sorgten insbesondere die Bio-Produkte für Handelsmarken und Quark sowie die Sortimentserweiterung um Bio-Artikel bei der Regionalmarke Frankenland für positive Impulse. Insgesamt steige das Bedürfnis der Verbraucher nach nachhaltigen und regionalen Produkten und werde immer wichtiger, sagt Obersojer. So sind beispielsweise die Regionalmarken um 23 Prozent und Mehrweggebinde um 23 Prozent gewachsen.


Was das laufende Jahr betreffe, seien seriöse Prognosen schwierig, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Das erste Halbjahr liege zwischen fünf und zehn Prozent unter Vorjahresniveau. Insbesondere der Export und der Absatz in den Außer-Haus-Markt ist Corona-bedingt ab März stark eingebrochen. Seit Mitte Mai würden sich die Geschäftsbereiche Frische und Käse aber zügig erholen. „Bei Ayran & Co lagen wir im Mai bereits wieder auf dem Niveau des hohen Vorjahresabsatzes. Bei den anderen Produktgruppen wird es noch einige Zeit dauern, bis wir wieder auf 100 Prozent kommen“, so Vorstand Winfried Meier (Foto r.)

Im laufenden Jahr will die BMI die Bio-Kompetenz weiter ausbauen und dazu weitere Milchsorten mit einem Plus für das Tierwohl auf den Markt kommen. Als eine der ersten Molkereien überhaupt wird die Genossenschaft eine Frischmilch auf den Markt bringen, die das Tierschutzlabel ** trägt und damit „den sehr hohen Anforderungen des Deutschen Tierschutzbundes entspricht.“ Wann und unter welchem Namen die Milch auf den Markt kommt, wurde noch nicht gesagt.