Den starken Umsatzanstieg von 14,9 Prozent relativierten die Geschwister Peter Cornelius und Petra Cornelius-Morjan, die das Unternehmen in dritter Generation leiten, gleich wieder. „Hinter der Zahl verbergen sich auch erhöhte Energie- und Rohstoffkosten. Für uns ist das Absatzplus viel wichtiger – und das lag bei 2 Prozent", sagt Peter Cornelius. Das mache auch deutlich, dass das Hockenheimer Familienunternehmen auf organisches Wachstum setze, ergänzte seine Schwester.
Topseller im Sortiment, das dank eines patentierten Verfahrens nahezu komplett ungekühlt haltbar, laktose- und glutenfrei ist sowie ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker auskommt, war im vergangenen Jahr die klassische Pfälzer Leberwurst (200 g Packung). Deutliche Zuwächse habe es aber auch bei der fettreduzierten Variante und der Leberwurst im Becher gegeben.
Nach umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren (Becheranlage, Photovoltaik-Anlage, zusätzliche Mitarbeiter) liegt der Investitionsschwerpunkt in diesem Jahr bei der Modernisierung der Verwaltung. Für 2013 sind die Geschwister optimistisch und rechnen mit einem Wachstum von 2 bis 4 Prozent.
Obwohl der Leberwurst-Markt in Deutschland rückläufig ist, konnte Cornelius nicht nur seinen Absatz erhöhen, sondern auch neue Kunden im Fachhandel gewinnen. „Speziell für diese Vertriebsschiene wird es ab Sommer neue Produkte geben wie etwa eine Kalbsleberwurst mit Trüffeln, Pistazien oder Steinpilzen sowie eine Gänseleberwurst. Später sollen die Artikel auch in den LEH kommen."
2012 schaffte Cornelius einen wöchentlichen durchschnittlichen Absatz von 55 t. „Mittelfristig wollen wir 62 t pro Woche schaffen", sagte Peter Cornelius zu den Zielen für die nächsten zehn Jahre. Weiterhin steht die Marke Cornelius im Fokus. „Gerade angesichts der vielen Lebensmittel-Skandale der vergangenen Monate sehen wir für Marken wieder mehr Potenzial als noch vor einigen Jahren", sagt Petra Cornelius-Morjan.
Aktuell vermarktet das Unternehmen 95 Prozent seiner Waren unter der Marke Cornelius. Größter Abnehmer ist mit 70 Prozent der klassische LEH. Rund 15 Prozent gehen in den Harddiscount, den Rest teilen sich Fachhandel, Gastronomie und Hotellerie. Der SB-Anteil liegt aktuell bei 75 bis 80 Prozent. Der Bio-Anteil am Gesamt-Sortiment beträgt 1 Prozent. 2012 arbeiteten 38 Menschen (+ 4) bei Cornelius. Der Export-Anteil werde Ende dieses Jahres bei 1,7 bis 2 Prozent liegen.
Cornelius Erstmals mit 10 Mio. Euro Umsatz
Mit einem Umsatzanstieg von 3,2 Prozent knackte Cornelius, nach eigenen Angaben einer der führenden Hersteller von Pfälzer Wurstspezialitäten, im vergangenen Jahr die Marke von 10 Mio. Euro Umsatz. Das Absatzplus lag bei 2 Prozent.
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