Europäische Verpackungsverordnung Verpackungsregister baut Führungsebene um

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister erweitert ihren Vorstand und beruft eine neue Generalsekretärin. Anlass ist die bevorstehende Anwendung der EU-Verpackungsverordnung ab August 2026. Vorstandsvorsitzende Gunda Rachut will sich künftig stärker auf ein europäisches Netzwerk gegen Trittbrettfahrer beim Verpackungsrecycling konzentrieren.

Mittwoch, 01. April 2026, 09:22 Uhr
Theresa Kalmer
Mehr Regulierung im Blick: Neue EU-Vorgaben erhöhen die Anforderungen an das Verpackungsmanagement. Bildquelle: Getty Images

Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) erweitert ihren Vorstand und strukturiert ihre Führungsebene um. Anlass ist die bevorstehende Anwendung der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) ab dem 12. August 2026, wie die Stiftung mitteilte.

Alexander Dröge rückt zum 1. April 2026 in den Vorstand auf und bildet diesen künftig gemeinsam mit Gunda Rachut, die den Vorsitz übernimmt. Dröge verantwortet den Angaben zufolge die Bereiche Recht, Verwaltung und Personal. Zudem berief die ZSVR Franziska Safak zur neuen Generalsekretärin. Sie soll die IT-Infrastruktur der Stiftung weiterentwickeln und bringe laut der Mitteilung Erfahrung bei einem dualen System sowie Kenntnisse komplexer Prozess- und Systemlandschaften mit.

Die Umstrukturierung begründet die ZSVR mit der wachsenden Komplexität, die sich aus dem Zusammenspiel von nationalem und europäischem Verpackungsrecht ergibt. Neben der PPWR verweist die Stiftung auf das künftige Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG). „Mit der Erweiterung der Stiftungsleitung stellen wir die ZSVR strategisch und organisatorisch gezielt neu auf“, zitierte die Stiftung Vorstandsvorsitzende Rachut in der Mitteilung.

Rachut konzentriert sich auf europäisches Netzwerk

Rachut will sich nach eigenen Angaben künftig stärker auf strategische Grundsatzfragen und ihre Präsidentschaft im europäischen Netzwerk European National Registers konzentrieren. Dieses Netzwerk hat die ZSVR nach eigener Darstellung selbst initiiert. Es soll eine abgestimmte Anwendung der Verpackungsregulierung im EU-Binnenmarkt ermöglichen. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Bekämpfung der sogenannten Unterbeteiligung, also der unzureichenden Beteiligung von Unternehmen an den Kosten des Verpackungsrecyclings.

Die ZSVR überwacht in Deutschland die Einhaltung verpackungsrechtlicher Pflichten. Mit der Anwendung der PPWR ab August verschiebt sich der Fokus der Stiftung stärker in Richtung europäische Harmonisierung. Die Neuaufstellung der Führungsebene soll die Stiftung nach eigener Einschätzung in die Lage versetzen, diese Aufgaben zu bewältigen.

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