Die Trockenheit im Sommer 2026 hat den Weihnachtsbaumkulturen in Baden-Württemberg und Hessen erheblich zugesetzt. Bis zu 90 Prozent der von Hand gepflanzten Jungbäume seien eingegangen, teilte der Vorsitzende des Christbaumverbands Baden-Württemberg, Sebastian Fertig, mit. Für die kommende Weihnachtssaison erwartet der Verband allerdings noch keine gravierenden Engpässe.
Schäden an verkaufsfertigen Bäumen nicht ausgeschlossen
Besonders hart trifft es laut Fertig die Neuanpflanzungen. Bei von Hand gesetzten Bäumen liege die Ausfallrate bei bis zu 90 Prozent, vor allem Kleinbetriebe seien betroffen. Maschinell gepflanzte Bäume kämen dagegen mit Verlusten von bis zu zehn Prozent deutlich besser durch die Hitze, da sie tiefer in der Erde steckten. Gerade in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung benötigten die Bäume viel Wasser, bis sie ausreichend tief verwurzelt seien. Auf leichteren, sandigen Böden verschärfe sich das Problem, weil diese das Wasser schlechter speicherten.
Sollte es in den kommenden Jahren weiterhin so trocken bleiben, drohen den Angaben zufolge auch Schäden an verkaufsfertigen Bäumen. In Baden-Württemberg kaufen Kunden jedes Jahr rund 2,5 Millionen Weihnachtsbäume. Etwa die Hälfte davon stammt aus dem Land, überwiegend von Familienbetrieben.
Nordmanntonne bleibt beliebteste Sorte
Die beliebteste Sorte bleibt die Nordmanntanne. Einige Exemplare seien zwar bereits leicht in Mitleidenschaft gezogen. Aber in der Regel erhole sich der Baum nach zwei Wochen Regen wieder, sagte Fertig. „Die Nordmanntanne steckt die Trockenheit besser weg als Fichten“, erläuterte der Vorsitzende. Auf Platz zwei der Beliebtheit folgt die Blaufichte. Diese zeichnet sich durch bläuliche oder grüne, harte Nadeln und einen ausgeprägten Waldgeruch aus.