Die Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland haben sich seit 2016 nahezu verdreifacht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchsen die Flächen von 15.800 Hektar im Jahr 2016 auf 43.300 Hektar im Jahr 2025 – ein Plus von 174,1 Prozent. Die Erntemenge stieg im selben Zeitraum sogar um 202,8 Prozent auf 130.800 Tonnen. Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte entfiel den Angaben zufolge 2025 auf Bayern (57,3 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 Prozent) und Sachsen-Anhalt (6,9 Prozent).
Trotz des deutlichen Wachstums deckt die heimische Produktion nur einen Bruchteil des deutschen Bedarfs. Die Sojabohnen-Importe übertrafen die inländische Ernte 2025 um ein Vielfaches: Deutschland führte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen ein – gegenüber 130.800 Tonnen aus eigener Ernte. Im Vergleich zu 2016 stiegen die Importe um 8,4 Prozent. Knapp zwei Drittel der eingeführten Sojabohnen (64,1 Prozent) stammten aus den Vereinigten Staaten, weitere wichtige Lieferanten waren Brasilien (16,5 Prozent) und die Ukraine (9,0 Prozent).
Der Anteil der Soja-Anbaufläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland lag 2025 laut dem Statistischen Bundesamt bei lediglich 0,3 Prozent. Sojabohnen dienen sowohl als Futtermittel in der Nutztierhaltung als auch zur Herstellung von Lebensmitteln wie Tofu oder Sojajoghurt.
Auch in der Europäischen Union insgesamt wächst der Sojaanbau, allerdings langsamer als in Deutschland. Nach Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat stieg die Anbaufläche in der EU von 2016 bis 2025 um 22,1 Prozent auf rund eine Million Hektar. Die Erntemenge legte um 9,9 Prozent auf etwa 2,8 Millionen Tonnen zu, wobei die Erträge in einzelnen Jahren schwankten.
Größter Sojaproduzent in der EU war 2025 Italien mit einer Anbaufläche von 297.800 Hektar und einer Ernte von 1,1 Millionen Tonnen, gefolgt von Frankreich mit 150.200 Hektar und 391.900 Tonnen. Deutschland trug mit 4,3 Prozent der Anbaufläche und 4,7 Prozent der Ernte einen vergleichsweise kleinen Anteil zur EU-Sojaproduktion bei.