Der Snack- und Süßwarenkonzern Mondelez International hat im zweiten Quartal 2026 seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 9,36 Milliarden US-Dollar (8,22 Mrd. Euro) gesteigert. Das organische Umsatzwachstum lag bei 2,2 Prozent, getrieben von höheren Preisen und einem leicht positiven Volumen- und Mixeffekt, wie das Unternehmen mitteilte.
Regional entwickelten sich die Geschäfte den Angaben zufolge unterschiedlich. Während Lateinamerika mit einem Umsatzplus von 15,1 Prozent und die Region Asien, Naher Osten und Afrika mit 8,2 Prozent Wachstum deutlich zulegten, schrumpfte der Umsatz in Europa um 1,0 Prozent auf 3,38 Milliarden US-Dollar (2,97 Mrd. Euro). Das organische Wachstum in Europa fiel mit minus 3,5 Prozent noch deutlicher negativ aus – sowohl Absatz als auch Preise gingen zurück. In Nordamerika wuchs der Umsatz um 3,0 Prozent auf 2,63 Milliarden US-Dollar (2,3 Mrd. Euro).
Trotz des Umsatzwachstums sank der bereinigte Gewinn je Aktie auf konstanter Währungsbasis um 2,7 Prozent auf 0,73 US-Dollar (0,64 Euro). Das bereinigte operative Ergebnis ging auf konstanter Währungsbasis um 6,1 Prozent zurück, die bereinigte operative Marge sank um 1,2 Prozentpunkte auf 13,1 Prozent. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Rohstoffkosten, gestiegene Verwaltungsausgaben sowie höhere Werbe- und Marketingkosten. Auch geopolitische Konflikte und die Einführung eines neuen Softwaresystems zur Verwaltung der Geschäftsprozesse verursachten laut der Mitteilung zusätzliche Kosten.
Vorstandschef Dirk Van de Put betonte: „Wir sind ermutigt von dem Momentum in unserem Geschäft.“ In Europa zeigten sich nach seinen Worten erste positive Trends bei den Marktanteilen.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Mondelez International nach eigenen Angaben nun ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 2 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen auf konstanter Währungsbasis mit einer Entwicklung zwischen 0 und 5 Prozent. Das Unternehmen wies allerdings darauf hin, dass die Prognose vor dem Hintergrund einer ungewöhnlich hohen Volatilität stehe – unter anderem durch geopolitische Unsicherheiten, Handels- und Regulierungsrisiken sowie schwankende Rohstoffpreise.