Nach der Insolvenz des Schweinezuchtunternehmens Geestferkel hat das Landesverwaltungsamt in Halle an der Saale für alle 14 betroffenen Standorte in Sachsen-Anhalt neue Investoren oder Betreiber gefunden. Es geht bei dem Fall um insgesamt rund 106.000 Schweine. Zuletzt war noch die Perspektive eines Standorts offen gewesen.
Für sämtliche Betriebe gebe es nun eine Perspektive für den Weiterbetrieb oder zumindest die weitere Versorgung der Tiere, teilte das Landesverwaltungsamt mit. Die Versorgung der Schweine sei derzeit gesichert. An allen Standorten sei ausreichend Futter vorhanden. Hinweise auf akute Probleme bei der Strom- oder Wasserversorgung oder andere Gefährdungen für das Tierwohl gebe es nicht.
Die zuständigen Veterinärbehörden wollen die Standorte dennoch weiterhin engmaschig kontrollieren. Dabei sollen unter anderem die Futter- und Wasserversorgung sowie der Gesundheitszustand der Tiere überprüft werden.
Veterinärbehörden kontrollieren die Standorte engmaschig
Noch Anfang August war die Lage deutlich angespannter. Die Futtervorräte an einzelnen Standorten reichten damals nur noch für wenige Tage, die Behörde bezeichnete die Versorgungslage als „hochkritisch“, wie das Landesverwaltungsamt mitteilte. Vor etwa einer Woche waren zunächst für 10 der 14 Anlagen Perspektiven geschaffen worden.
Geestferkel mit Sitz im niedersächsischen Wildeshausen hatte Ende Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen zählt nach Behördenangaben zu den größten Ferkelerzeugern Deutschlands. Bundesweit sind mehr als 200.000 Tiere von der Insolvenz betroffen.