Fleischbranche Lösungen für Betriebe nach Geestferkel-Insolvenz in Arbeit

Nach der Insolvenz des Schweinezuchtunternehmens Geestferkel mit Sitz in Wildeshausen in Niedersachsen wird an Lösungen für die Standorte in Sachsen-Anhalt gearbeitet. Für zehn der 14 betroffenen Anlagen im Land konnten Perspektiven für eine Fortführung geschaffen werden. Darüber informierte das Landesverwaltungsamt in Halle. 

Montag, 10. August 2026, 10:20 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Insolvenz mit überregionalen Auswirkungen: Die Firma Geestferkel war einer der größten deutschen Ferkelerzeuger und zugleich ein bedeutender Produzent von Mastschweinen der Haltungsformen 1 und 3. (Symbolfoto) Bildquelle: Getty Images/iStockphoto

Von der Insolvenz des Schweinezuchtunternehmens Geestferkel in Wildeshausen in Niedersachsen sind auch Betriebe in Sachsen-Anhalt betroffen. Für 10 der 14 betroffenen Anlagen im Land konnten Perspektiven für eine Fortführung geschaffen werden, so das Landesverwaltungsamt in Halle an der Saale. 

Mehrere Standorte sollten von neuen Betreibern übernommen werden. An einzelnen Standorten dauerten die Verhandlungen über eine Übernahme noch an. Die Versorgung der zusammen rund 106.000 betroffenen Schweine sei sichergestellt, hieß es. Akute Tierschutzprobleme lägen derzeit nicht vor.

Unternehmen mit 188 Mitarbeitern

Den Angaben zufolge zählt Geestferkel zu den größten Ferkelerzeugern in Deutschland. Das Unternehmen mit rund 188 Mitarbeitern hatte am 28. Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Begründet wurde der mit einem historischen Preisverfall, stark gestiegenen Kosten und einer fehlenden Zukunftsperspektive.

Bundesweit seien mehr als 200.000 Tiere betroffen. Seit Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schwierigkeiten arbeiten Insolvenzverwaltung, Landkreise, Veterinärbehörden, Landesverwaltungsamt und das zuständige Ministerium zusammen, um die Versorgung der Tiere dauerhaft sicherzustellen.

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