Der Konsumgüterkonzern Henkel hat im ersten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von rund 4,95 Milliarden Euro erzielt – nominal ein Rückgang von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkurs- und Akquisitionseffekte stieg der Umsatz nach Unternehmensangaben organisch um 1,7 Prozent. Negative Wechselkurseffekte von 5,2 Prozent sowie Belastungen durch Akquisitionen und Veräußerungen von 2,1 Prozent drückten den nominalen Umsatz deutlich.
Beide Unternehmensbereiche trugen laut der Mitteilung zum organischen Wachstum bei. Die Klebstoffsparte Adhesive Technologies kam auf ein organisches Plus von 1,7 Prozent bei einem Umsatz von rund 2,63 Milliarden Euro. Besonders das Geschäftsfeld Mobilität und Elektronik wuchs mit 6,7 Prozent kräftig, angetrieben vor allem durch die Bereiche Elektronik und Industrie. Das Automobilgeschäft entwickelte sich dagegen rückläufig. Auch das Geschäftsfeld Handwerk, Bau und Gewerbe schrumpfte organisch um 2,3 Prozent. Die Konsumgütersparte Consumer Brands erzielte einen Umsatz von rund 2,29 Milliarden Euro, nominal ein Minus von 8,0 Prozent, organisch jedoch ein Plus von 1,8 Prozent. Hier stach das Haargeschäft mit einem organischen Wachstum von 5,1 Prozent hervor, während das Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft mit 0,1 Prozent nahezu stagnierte.
Regional zeigte sich ein uneinheitliches Bild. In Europa ging der Umsatz organisch um 3,4 Prozent zurück. Die Region Indien, Naher Osten und Afrika legte dagegen organisch um 12,8 Prozent zu, Asien-Pazifik um 10,3 Prozent. Nordamerika verzeichnete ein leichtes Plus von 0,9 Prozent, Lateinamerika ein Minus von 3,1 Prozent.
Knobel verweist auf Zukäufe von 1,6 Milliarden Euro Umsatz
Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel verwies in der Mitteilung auf das schwierige Marktumfeld: „In einem herausfordernden Umfeld haben wir im ersten Quartal ein gutes organisches Umsatzwachstum erzielt, das von beiden Unternehmensbereichen getragen war.“ Zudem betonte er die Übernahmestrategie des Konzerns: „Dazu gehören auch die jüngst angekündigten Zukäufe in beiden Unternehmensbereichen, die zusammen für nahezu 1,6 Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz stehen.“ Drei der insgesamt fünf angekündigten Transaktionen habe Henkel bereits abgeschlossen. Darüber hinaus beendete der Konzern nach eigenen Angaben Ende März ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von rund einer Milliarde Euro.
Den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 ließ Henkel unverändert. Der Konzern erwartet den Angaben zufolge ein organisches Umsatzwachstum von 1,0 bis 3,0 Prozent und eine bereinigte Umsatzrendite zwischen 14,5 und 16,0 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll bei konstanten Wechselkursen im niedrigen bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Allerdings rechnet Henkel nun mit einem Anstieg der direkten Materialkosten im hohen einstelligen Prozentbereich – zuvor hatte der Konzern lediglich einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.