Körperpflege Kneipp lässt 16 Produkte als mikroplastikfrei zertifizieren

Der Körperpflegehersteller Kneipp hat erstmals eine kategorieübergreifende Produktpalette mit dem Flustix-Siegel für Mikroplastikfreiheit auszeichnen lassen. Die Prüfung erfolgte nach der europäischen Chemikalienverordnung Reach und unter Begleitung des TÜV Süd. Die Zertifizierung soll auch den wachsenden EU-Anforderungen an belegbare Umweltaussagen auf Produkten entsprechen.

Dienstag, 21. April 2026, 15:20 Uhr
Theresa Kalmer
Die Flustix-Siegel kennzeichnen geprüfte mikroplastikfreie Produktinhalte und sollen Verbrauchern Orientierung am Regal geben. Bildquelle: Flustix

Der Körperpflege- und Gesundheitsprodukthersteller Kneipp hat 16 Produkte aus seinem Sortiment als mikroplastikfrei zertifizieren lassen. Die Zertifizierung erfolgte nach dem Standard des Berliner Unternehmens Flustix und unter Begleitung des TÜV Süd, wie Flustix mitteilte.

Die Prüfung basiert den Angaben zufolge auf der international anerkannten Mikroplastik-Definition gemäß der europäischen Chemikalienverordnung Reach. Dabei hätten unabhängige, akkreditierte Labore die Produkte untersucht. Das Ergebnis: Kneipp verzichte in den zertifizierten Produkten auf feste synthetische Polymere sowie auf biologisch schwer abbaubare Verbindungen mit hohen Kettenlängen. Die Produkte erhielten das Siegel „Plastikfrei – Produktinhalt Mikroplastikfrei“.

Kneipp-Marketingchef Sven-Olaf Hansen betonte in der Mitteilung den Aspekt der Transparenz gegenüber Verbrauchern: „Seriöse Zertifizierungen bringen für uns als Unternehmen zwar einen gewissen Aufwand mit sich, sie geben unseren Kunden jedoch Sicherheit beim Kauf.“ Kneipp sei der erste Kosmetikhersteller, der das Flustix-Siegel für eine kategorieübergreifende Produktpalette erhalten habe, so Hansen.

Flustix verweist auf neue EU-Vorgaben für Umweltaussagen

Flustix-Geschäftsführer Malte Biss verwies auf die wachsenden regulatorischen Anforderungen an Umweltaussagen von Unternehmen. Die Zertifizierung entspreche den Vorgaben der EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“, die unabhängige Nachweise für Umweltaussagen auf Produkten verlangt. „Diese Kombination schafft nicht nur Vertrauen am Markt, sondern entspricht auch den wachsenden regulatorischen Anforderungen an belastbare Umweltclaims“, so Biss in der Mitteilung.

Für den Lebensmittelhandel, der zunehmend auch Körperpflege- und Kosmetikprodukte in seinen Regalen führt, könnte die Zertifizierung relevant sein: Unabhängig geprüfte Nachhaltigkeitssiegel gewinnen am Verkaufsort an Bedeutung, da Verbraucher verstärkt auf belegbare Umwelteigenschaften achten.

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