Ferrero-Büros haben zurzeit Besuch von Prüfern der Europäischen Union. Das hat der Süßwarenkonzern bestätigt. Er erklärte wörtlich: „Ferrero ist sich bewusst, dass derzeit Beamte der Europäischen Kommission in seinen Büros Vor-Ort-Prüfungen durchführen. Das Unternehmen kooperiert uneingeschränkt und stellt die angeforderten Informationen zur Verfügung.“
Mögliche Marktabschottung im Fokus
Nach Angaben der Europäischen Kommission untersucht sie eine „mögliche Marktabschottung in Form von Beschränkungen des Warenhandels zwischen den Mitgliedsstaaten im Binnenmarkt und Hindernissen für länderübergreifende Einkäufe“. Eine solche Prüfung bedeutet jedoch nicht, dass tatsächliche Verstöße gegen das Kartellrecht begangen wurden.
Falls sich der Verdacht erhärten sollte, könnte die Kommission ein formelles Verfahren einleiten. Das würde dann möglicherweise in einem hohen Bußgeld enden. Bei Kartellrechtsverstößen sind Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens denkbar.