Kanada und die USA heben ihre Einfuhrbeschränkungen für Fleisch und andere tierische Produkte aus Deutschland auf. Dies teilte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) mit. Beide Länder hatten die Beschränkungen nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in einem Betrieb in Brandenburg im Januar 2025 eingeführt. Ab sofort können unter anderem frisches Fleisch und Fleischerzeugnisse, zusammengesetzte Lebensmittel sowie Milchprodukte wie Käse wieder exportiert werden.
„Die Anstrengungen und der Einsatz im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche haben sich gelohnt und werden honoriert“, Bundesminister Alois Rainer (CSU). Mit der Wiederöffnung wichtiger Märkte setze man nach und nach einen zentralen Punkt der Agrarexportstrategie um. Dies sei gut für die Land- und Ernährungswirtschaft, besonders für tierhaltende Betriebe.
Im Januar 2025 war erstmals seit mehr als 35 Jahren ein Fall von Maul- und Klauenseuche in Deutschland festgestellt worden. Betroffen waren Wasserbüffel im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Weitere Fälle gab es den Angaben zufolge in Deutschland nicht.
Die Weltorganisation für Tiergesundheit hat den Status „MKS-frei ohne Impfung“ für ganz Deutschland bereits im April 2025 wiedereingesetzt, wie das Ministerium mitteilte. Dies bestätige die schnelle und erfolgreiche Eingrenzung sowie die geleisteten Bekämpfungs- und Überwachungsmaßnahmen durch Bund und Länder. Daraufhin haben verschiedene Staaten ihre Importbeschränkungen bereits wieder aufgehoben.
Nach Angaben des Ministeriums führten intensive veterinärtechnische Verhandlungen, hochrangige politische Gespräche im Rahmen einer USA-Reise des Ministers sowie der enge Austausch mit beiden Ländern zu dem Ergebnis.
