Der Markt für vegetarische und vegane Fleisch- und Wurstalternativen wächst seit Jahresbeginn 2026 wieder deutlich. Der Absatz legte im ersten Quartal um rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie Rügenwalder Mühle unter Berufung auf Handelsdaten mitteilte. Das Unternehmen aus Bad Zwischenahn bezeichnete sich dabei erneut als Marktführer in der Kategorie.
Rügenwalder Mühle selbst verzeichnete den eigenen Angaben zufolge im ersten Quartal 2026 ein Absatzwachstum von 8,5 Prozent. Bereits im Gesamtjahr 2025 sei das Unternehmen um 4,6 Prozent gewachsen. Besonders stark entwickelte sich laut der Mitteilung der Bereich der warmen Küche: Hier habe Rügenwalder Mühle im Absatz um 18,5 Prozent zugelegt, während der Gesamtmarkt in diesem Segment um 16,9 Prozent gewachsen sei. „Nach einer Phase der Marktkonsolidierung zeigen die aktuellen Handelsdaten für 2026 wieder ein deutliches Absatzwachstum“, sagte Geschäftsführer Jörg Pfirrmann laut der Mitteilung.
Das Familienunternehmen verwies zugleich darauf, dass die Produktionszahlen bei Fleischersatzprodukten im Jahr 2025 leicht rückläufig gewesen seien. Die Handelsdaten zeichneten jedoch ein differenzierteres Bild, so Rügenwalder Mühle. Pfirrmann betonte, der Markt werde „reifer und anspruchsvoller“. Verbraucher griffen gezielter zu Produkten, die bei Geschmack, Qualität, Verfügbarkeit und Preis-Leistung überzeugten.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 brachte Rügenwalder Mühle nach eigenen Angaben drei neue Produkte auf den Markt, darunter einen veganen Kochschinken und eine gemeinsam mit Chio entwickelte scharfe Variante der veganen Crispies. Zudem habe das Unternehmen im Januar eine Neuauflage seines bekannten Werbespots mit dem blonden Reiter zum 30-jährigen Jubiläum veröffentlicht, die laut der Mitteilung rund 12 Millionen Kontakte in sozialen Medien erreicht habe.