Aromahersteller Symrise meldet Gewinneinbruch

Der Aroma- und Duftstoffhersteller Symrise hat 2025 aufgrund negativer Währungseffekte Umsatz eingebüßt. Der Konzerngewinn brach um fast die Hälfte ein. Erstmals in der Firmengeschichte kauft das Unternehmen eigene Aktien zurück.

Mittwoch, 04. März 2026, 09:49 Uhr
Manuel Glasfort
Symrise ist einer der weltweit führenden Hersteller von Aromen und Duftstoffen. Bildquelle: Symrise

Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz in Höhe von 4.929 Millionen Euro erzielt. Obwohl der Konzern organisch leicht wachsen konnte, führten negative Portfolio- und Währungseffekte zu einem Umsatzrückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die berichteten Gewinnkennzahlen wiesen ebenfalls einen deutlichen Abwärtstrend aus: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 912,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach von 717,8 Millionen Euro 2024 auf 465 Millionen im vergangenen Jahr ein. Unterm Strich blieb im vergangenen Jahr ein Konzerngewinn in Höhe von 249,3 Millionen Euro, 48 Prozent weniger als die 478 Millionen Euro aus dem Vorjahr.

Symrise führt bereinigte Kennzahlen ein

Symrise führt künftig zusätzliche bereinigte Kennzahlen ein, um Investoren ein besseres Verständnis der operativen Leistung zu vermitteln. Im Geschäftsjahr 2025 berücksichtigte das Unternehmen bei der Bereinigung nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem inzwischen veräußerten Terpengeschäft in Höhe von 148 Millionen Euro und der Beteiligung an Swedencare in Höhe von 150 Millionen Euro sowie Einmaleffekte für Portfolioaktualisierungen, die Transformation und ein Kartellverfahren.

Die um Sondereffekte bereinigten Kennzahlen zeichnen ein weniger düsteres Bild. Demnach legten sowohl das EBITDA als auch das EBIT im einstelligen Prozentbereich zu. Auch der bereinigte Konzerngewinn kletterte um 7,2 Prozent zu auf 512,8 Millionen Euro.

Das Unternehmen erzielte nach eigenen Angaben Einsparungen und Effizienzsteigerungen von 50 Millionen Euro und übertraf damit die Zielvorgabe von 40 Millionen Euro. Der adjustierte Gewinn je Aktie stieg um 0,25 Euro auf 3,67 Euro. Inklusive der Wertberichtigungen betrug das Ergebnis je Aktie 1,78 Euro. Den Angaben zufolge resultiert die positive Entwicklung hauptsächlich aus dem gestiegenen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, gesunkenen Kapitalaufwendungen und dem Abbau von Lagerbeständen.

Symrise hebt Dividende an und kauft Aktien zurück

Das Segment Taste, Nutrition & Health erzielte ein organisches Umsatzwachstum von 2,6 Prozent. Der Umsatz betrug 3,028 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 2,0 Prozent in Berichtswährung entspricht. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA dieses Bereichs stieg auf 722 Millionen Euro. Die bereinigte Marge erhöhte sich um 160 Basispunkte auf 23,8 Prozent. Das Segment Scent & Care wuchs organisch um 3,2 Prozent. Der Umsatz lag bei 1,901 Milliarden Euro, ein Rückgang von 0,3 Prozent in Berichtswährung. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug 359 Millionen Euro, die bereinigte Marge stieg um 70 Basispunkte auf 18,9 Prozent.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 6. Mai 2026 eine Erhöhung der Dividende von 1,20 Euro auf 1,25 Euro pro Aktie vor. Am 12. Januar 2026 kündigte Symrise zudem sein erstes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 400 Millionen Euro an. Das Programm begann am 2. Februar 2026 und läuft bis zum 30. Oktober 2026. „Mit dem Auflegen des ersten Aktienrückkaufprogramms in der Firmengeschichte sowie unserem Vorschlag für eine Dividendenerhöhung auf 1,25 Euro beweisen wir Vertrauen in die Stärke unseres Unternehmens und unserer Zukunft“, zitierte das Unternehmen den Vorstandsvorsitzenden Jean-Yves Parisot in der Mitteilung.

Konzern erwartet für 2026 moderates Umsatzwachstum

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Symrise ein organisches Umsatzwachstum zwischen 2,0 und 4,0 Prozent. Die bereinigte Marge soll zwischen 21,5 und 22,5 Prozent liegen. Der Ausblick berücksichtigt nach Angaben des Unternehmens die herausfordernde globale Nachfragesituation, geopolitische Unsicherheiten sowie die Auswirkungen inflationärer Zollentwicklungen auf das Kaufverhalten von Konsumenten. 

Im ersten Quartal 2026 rechnet Symrise mit einem organischen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich, was auf hohe Vergleichszahlen im Vorjahr zurückzuführen sei. Die mittelfristigen Ziele für den Zeitraum von 2025 bis 2028 bestätigte das Unternehmen: organisches Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent, eine Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 21 und 23 Prozent sowie eine Business Free Cashflow-Marge von mehr als 14 Prozent.

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