Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) hat seinen Vorstand neu besetzt. Christian Cordes übernahm den Vorsitz des Verbands. Er folgt auf Claudio-Alberto Dötsch, der den Verband seit dessen Gründung im Jahr 2019 leitete und nun berufsbedingt ausscheidet.
Seit 2014 Direktor bei Reemtsma
Cordes arbeitet bei Imperial Brands und Reemtsma als Director Corporate & Legal Affairs für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Diese Position bekleidet er seit 2014. Zuvor war er nach Angaben des Verbands in leitenden Funktionen bei internationalen Konsumgüterunternehmen in den Bereichen Public Affairs und Kommunikation tätig.
„Der BVTE steht für Dialog, Verantwortung und faktenbasierte Regulierung“, sagte Cordes. Er wolle die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers und des Vorstandes fortführen sowie die „Stimme der Branche konstruktiv in politische und gesellschaftliche Debatten einbringen“.
Miriam Hiller neu im Vorstand
Stellvertretender Vorsitzender bleibt Charles Lemmer, der als General Manager für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei Heintz van Landewyck arbeitet.
Neu in den Vorstand gewählt wurde Miriam Hiller. Sie leitet bei British American Tobacco den Bereich Corporate & Regulatory Affairs für Zentraleuropa und ist Prokuristin des Unternehmens. Hiller übernimmt das Vorstandsmandat für die Mitgliedergruppe I. Dem Vorstand gehören außerdem Jaanus Pauts von Japan Tobacco International, Marc von Eicken von Joh. Wilh. v. Eicken sowie Christian Hinz von Gizeh an.
Dötsch tritt in den Ruhestand
Dötsch beendete seine beruflichen Funktionen bei British American Tobacco bereits zum 1. Januar 2026. Er tritt zum 1. April 2026 in den Ruhestand. Den Angaben zufolge legte er seine Ämter frühzeitig nieder, um einen geordneten Übergang zu ermöglichen. Hauptgeschäftsführer Jan Mücke betonte, dass die strategische Ausrichtung und inhaltliche Arbeit des Verbands reibungslos fortgesetzt würden.
Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die gesamte Wertschöpfungskette der Branche für Rauchen, Dampfen sowie beispielsweise Kautabak. Die Mitgliedsunternehmen repräsentieren demnach über 50 Prozent des deutschen Marktes für Zigaretten und Feinschnitt-Tabak. Zu den aktuellen Herausforderungen zählt der Verband die anstehende Überarbeitung der EU-Tabakproduktrichtlinie, nationale Regelungen zu neuartigen Erzeugnissen sowie steuerpolitische Fragen.