Der Getränkehersteller Vilsa hat wissenschaftsbasierte Klimaziele gesetzt und diese nach dem Netto-Null-Standard der Science Based Targets Initiative (SBTI) validieren lassen. Nach eigenen Angaben ist Vilsa damit erste deutsche Unternehmen der Branche, das diesen Schritt geht. Die Vilsa-Gruppe verpflichtet sich damit, ihre Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis spätestens 2050 auf Netto-Null zu senken.
Überprüfbar zu nachhaltiger Zukunft verpflichtet
Die Ziele orientieren sich am 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens. Vilsa trat der Science Based Targets Initiative im Jahr 2023 bei und arbeitete seitdem an der Definition und Bestätigung der Klimaziele. Die Initiative unterstützt Unternehmen dabei, Klimaziele zu entwickeln, die mit der Begrenzung der globalen Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius vereinbar sind.
„Die Validierung unserer Netto-Null-Ziele zeigt, dass wir uns überprüfbar zu einer nachhaltigen Zukunft verpflichten“, so der geschäftsführende Gesellschafter Henning Rodekohr. „Wir übernehmen Verantwortung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – und setzen statt auf kurzfristige Kompensation, auf echte Emissionsreduktion.“ Verbleibende Restemissionen wolle Vilsa gemäß den Kriterien der Initiative ausgleichen.
Vilsa setzt auf erneuerbare Energien und Recycling
Die konkreten Ziele sehen vor, dass die Emissionen in den Bereichen Scope 1 und 2 bis 2030 um 42 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent gesenkt werden. Rodekohr zufolge will das Unternehmen seinen Strombezug von 95,86 Prozent im Jahr 2022 bis 2030 vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Die Emissionen entlang der Lieferkette sollen bis 2030 um 25 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent reduziert sein.
Vilsa produziert nach eigenen Angaben seit 2018 am Stammsitz Bruchhausen-Vilsen mit 100 Prozent Ökostrom. Die direkt am Standort anfallenden produktionsbedingten Emissionen habe das Unternehmen von 2010 bis 2024 um rund 70 Prozent pro Füllung gesenkt. Zu den geplanten Maßnahmen zählen laut Rodekohr Verpackungslösungen für weniger Kunststoff, der verstärkte Einsatz recycelter Materialien, Energieeffizienzmaßnahmen, ein eigenes Blockheizkraftwerk auf Biogasbasis sowie der Ausbau von Elektro-Lastwagen und Ladeinfrastruktur.
