Netto-Null-Emissionen Schwarz-Gruppe lässt Klimaziele für 2050 validieren

Die Science Based Targets Initiative bestätigt die Klimaziele der Schwarz-Gruppe. Das Unternehmen will bis 2050 alle Treibhausgase auf Netto-Null senken. Über 1.000 Lieferanten sollen bis Ende 2026 eigene Klimaziele setzen.

Donnerstag, 22. Januar 2026, 14:50 Uhr
Theresa Kalmer
Zur Schwarz-Gruppe gehören die Handelssparten Lidl und Kaufland, die Schwarz Produktion, der Umweltdienstleister Prezero sowie die IT- und Digitalsparte Schwarz Digits. Bildquelle: Schwarz Gruppe

Die Schwarz-Gruppe hat ihre langfristigen Klimaziele von der Science Based Targets Initiative (SBTI) validieren lassen. Die unabhängige Organisation bestätigte das Ziel, alle Treibhausgase entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis spätestens 2050 auf Netto-Null zu reduzieren. Dies teilte das Unternehmen mit.

Die Handelsgruppe hatte sich bereits 2024 zu dem Net-Zero-Ziel verpflichtet. Nach dem Beitritt zur SBTI im Jahr 2020 ließ die Schwarz-Gruppe zunächst ihre kurzfristigen Klimaziele bis 2030 beziehungsweise 2034 im Frühjahr 2025 validieren. Die Validierung der langfristigen Ziele erfolgte im Herbst 2025. Die Schwarz-Gruppe reiht sich damit in einen Kreis von weltweit über 10.000 Unternehmen mit SBTI-validierten Klimazielen ein, wie die Initiative bekannt gab.

260122 Schwarz Gruppe Grafik Net Zero bis 2050

Bis 2050 will die Schwarz-Gruppe die betriebsbedingten Emissionen in Scope 1 und 2 um 90 Prozent senken. Als Basisjahr dient 2019. In Scope 3 sollen die land- und forstwirtschaftlichen Emissionen um 72 Prozent reduziert werden. Die Emissionen im Bereich Energie und industrielle Prozesse sowie die Emissionen aus verkauften Kraftstoffen sollen um 90 Prozent bis 2050 sinken. Hier gilt das Jahr 2022 als Basisjahr.

Schwarz-Gruppe fordert Partner zur Zielsetzung auf

Rund 98 Prozent der CO₂-Emissionen der Schwarz-Gruppe fallen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette an, also in Scope 3. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits über 1.000 Partner in der Lieferkette dazu aufgerufen, sich bis Ende 2026 eigene Klimaziele nach den SBTI-Standards zu setzen. „In Zeiten politischer Volatilität und kontroverser Diskurse um die Relevanz der grünen Transformation darf Klimaschutz nicht zum Spielball werden“, zitierte die Schwarz-Gruppe Florian Schütze, Geschäftsleiter Corporate Responsibility der Schwarz Corporate Affairs, in der Mitteilung. „Für uns ist nachhaltiges Wirtschaften die strategische Antwort auf die Energie- und Ressourcenfragen unserer Zeit und entscheidend für die langfristige Absicherung unserer Geschäftsmodelle“, heißt es weiter.

Die Schwarz-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 175,4 Milliarden Euro. Zur Unternehmensgruppe gehören die Handelssparten Lidl und Kaufland, die Schwarz Produktion, der Umweltdienstleister PreZero sowie die IT- und Digitalsparte Schwarz Digits. Das Unternehmen beschäftigt rund 595.000 Mitarbeiter und betreibt rund 14.200 Filialen in 32 Ländern.

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