Obstanbau Deutsche Kirschenernte steigt um ein Drittel

Die deutschen Obstbauern haben 2025 deutlich mehr Kirschen geerntet als im Vorjahr. Während die Süßkirschenernte besonders gut ausfiel, ging die Sauerkirschenproduktion zurück. Auch bei Birnen erwarten die Statistiker eine überdurchschnittliche Ernte.

Montag, 22. September 2025, 11:22 Uhr
Theresa Kalmer
Die Obstbauern konnten knapp ein Drittel mehr Kirschen ernten als im ernteschwachen Vorjahr. Bildquelle: Schweizer Obstverband

Die deutschen Baumobstbetriebe haben im Sommer 2025 insgesamt 47.100 Tonnen Kirschen geerntet. Dies entspricht einem Anstieg von einem Drittel gegenüber dem ernteschwachen Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Verglichen mit dem zehnjährigen Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2024 fiel die Kirschenernte um 4,2 Prozent höher aus.

Erntemenge in Niedersachsen stieg um 67 Prozent

Den größten Anteil machten Süßkirschen mit 37.300 Tonnen aus. Dies sind 13,3 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die gute Süßkirschenernte entwickelte sich laut der Behörde bei milden Witterungsbedingungen zur Blütezeit und ohne Beeinträchtigung durch Frost- und Hagelereignisse in den meisten Anbauregionen.

Fast die Hälfte der deutschen Süßkirschen stammt aus Baden-Württemberg, das mit einer Anbaufläche von 2.600 Hektar das bedeutendste Bundesland für den heimischen Süßkirschenanbau ist. An zweiter Stelle folgt Niedersachsen mit 5.000 Tonnen Süßkirschen auf einer Fläche von 480 Hektar. Die Erntemenge in Niedersachsen stieg um 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Sauerkirschen-Ernte lag 20 Prozent unter 10-Jahres-Durchschnitt

Bei Sauerkirschen fiel die Ernte mit 9.800 Tonnen dagegen deutlich unterdurchschnittlich aus. Die Erntemenge lag 20 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Dies führt das Bundesamt neben Witterungseinflüssen auch auf die rückläufige Anbaufläche zurück.

Die Fläche für Sauerkirschen ist in den vergangenen zehn Jahren von 2.000 auf 1.500 Hektar gesunken. Das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit 460 Hektar. Dort wurde mit 2.700 Tonnen auch die größte Erntemenge erzielt, was einem Plus von 40 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Birnenernte in Baden-Württemberg mit 14 Prozent Minus

Die Birnenernte wird nach ersten Schätzungen des Bundesamts in diesem Jahr gut ausfallen. Die Statistiker erwarten eine Erntemenge von 40.200 Tonnen. Dies wären 5,6 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre und 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

In Baden-Württemberg, dem wichtigsten Bundesland für den Birnenanbau, wird die Ernte allerdings voraussichtlich um 14 Prozent auf 17.200 Tonnen zurückgehen. Deutliche Zuwächse verzeichnen dagegen Niedersachsen mit einem Plus von 31 Prozent auf 7.100 Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit einem Anstieg um 92 Prozent auf 5.300 Tonnen.

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