Die deutsche Ernährungsindustrie erlitt im Mai 2025 einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies teilte die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie mit. Im Inland fiel der Rückgang mit minus 2,3 Prozent stärker aus als im Ausland, wo die Unternehmen ein Minus von 0,6 Prozent verzeichneten.
6,2 Prozent mehr Umsatz im Auslandsgeschäft
Trotz des realen Umsatzrückgangs erzielten die Lebensmittelhersteller nominal einen Gesamtumsatz von 20,0 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Inlandsumsatz belief sich auf 12,6 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent), während das Auslandsgeschäft 7,3 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent) einbrachte. Der nominale Anstieg geht unter anderem auf die deutliche Erhöhung der Ausfuhrpreise um 6,9 Prozent zurück. Die Inlandsverkaufspreise stiegen im selben Zeitraum um 3,7 Prozent.
Die Produktion der Ernährungsindustrie schrumpfte. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent. Gleichzeitig verschlechterte sich das Geschäftsklima in der Branche. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Juli fiel um 2,3 Punkte auf 95,9 Punkte und liegt damit unter der neutralen Marke von 100.
11,6 Prozent Plus bei Preisen für tierisch erzeugte Produkte
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Mai 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark stiegen die Preise für Produkte tierischer Erzeugung mit einem Plus von 11,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Preisindex für Rinder stand sogar 41,6 Prozent höher als im Vorjahr. Dagegen sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 10,8 Prozent im Jahresvergleich.
Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt gedämpft. Das GfK-Konsumklima sank im Juli leicht auf minus 20,3 Punkte. Für August erwarten die Marktforscher eine weitere Verschlechterung auf minus 21,5 Punkte. Die Verbraucherpreise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke lagen im Juni 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, während die allgemeinen Verbraucherpreise um 2,0 Prozent stiegen.
