Sachsen NGG ruft zu weiteren Warnstreiks in Brauereien auf

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten von fünf sächsischen Brauereien zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert 7 Prozent mehr Lohn und verweist auf eine Gehaltslücke von 4.000 Euro zu westdeutschen Kollegen. 

Mittwoch, 13. August 2025, 13:07 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Die Beschäftigten sächsischer Brauereien kämpfen für eine bessere Bezahlung. Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, hat die Gewerkschaft NGG zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Bildquelle: Getty Images

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten von fünf sächsischen Brauereien zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind die Brauereien Sternburg Leipzig, Krostitzer, Radeberger, Freiberger und Wernesgrüner, wie die NGG mitteilte. Die Gewerkschaft will damit den Druck vor der Tarifverhandlung am Donnerstag in Leipzig erhöhen.

Große Lohnlücke zwischen Ost und West

Die Arbeitgeber haben nach Angaben der Gewerkschaft bislang kein Angebot vorgelegt. Die NGG fordert 7 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro.

Die Gewerkschaft verweist auf eine bestehende Lohnlücke zwischen Ost und West. Beschäftigte in Sachsen erhalten demnach jährlich mehr als 4.000 Euro weniger als ihre Kollegen in westdeutschen Brauereien.

„Es gärt, aber nicht im Tank“, äußerte der NGG-Landesvorsitzende Ost und Verhandlungsführer Uwe Ledwig. Die bisherigen Arbeitsniederlegungen haben laut Gewerkschaft dazu geführt, dass rund 250.000 Hektoliter beziehungsweise fast 50 Millionen Flaschen Bier nicht produziert oder abgefüllt werden konnten.

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