Die deutschen Spargelbauern haben die Saison 2025 mit stabilen Preisen und einer guten Nachfrage abgeschlossen. Die Witterung verlief ohne größere Schwierigkeiten, wie der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer mitteilte. Die Verbraucherpreise lagen nur zu Beginn und Ende der Saison über dem Vorjahresniveau. In einigen Phasen zahlten die Kunden sogar weniger als in den beiden Vorjahren.
„Die Spargelsaison verlief in diesem Jahr unaufgeregt und ohne größere herausfordernde Vorkommnisse“, erklärte Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbands, in der Mitteilung. Mit Sorge blicke die Branche allerdings auf die für 2026 geplante Mindestlohnerhöhung. Bereits in diesem Jahr hätten weitere Betriebe ihre Spargelproduktion eingestellt.
Die Anbauflächen sind seit dem Rekordhoch im Jahr 2018 kontinuierlich zurückgegangen. Die Betriebe bauen nach eigenen Angaben nur noch die Spargelmenge an, die sie sicher vermarkten können. Dies führt teilweise zu einer Angebotsverknappung. Die Gesamtertragsmenge wird in diesem Jahr voraussichtlich unter dem langjährigen Mittel liegen.
Anbauer setzen verstärkt auf Grünspargel
Der Trend zum Grünspargelanbau verstärkt sich. Seit zwei bis drei Jahren gibt es den Angaben zufolge vermehrt Betriebe, die ausschließlich dunkelgrüne Spargelvarianten anbauen. Die Nachfrage nach inländischem Grünspargel wächst. Die Großhandelsabgabepreise lagen meist über dem Vorjahresniveau und dem langjährigen Mittel von 2020 bis 2024. Die Spargelsaison endet offiziell am 24. Juni.
