Nachhaltigkeit Kneipp testet Mehrwegsystem für Kosmetikverpackungen

Der Körperpflegehersteller Kneipp startet ab Juli 2025 ein Pilotprojekt für Mehrwegverpackungen im Großraum München. Verbraucher können die Verpackungen an Pfandautomaten in Lebensmittelgeschäften zurückgeben. Das Heilbronner Start-up Reo hat das System entwickelt und will die Verpackungen digital verwalten.

Dienstag, 27. Mai 2025, 10:04 Uhr
Manuel Glasfort
Ab Mitte Juli startet im Großraum München die Pilotphase des Reo Mehrwegsystems, welches es ermöglicht, leere Kneipp-Verpackungen am Pfandautomaten zurückzugeben. Bildquelle: Kneipp

Der Körperpflege- und Gesundheitsproduktehersteller Kneipp beteiligt sich als Pilotpartner an einem Mehrwegsystem für Kosmetikverpackungen. Ab Juli 2025 können Verbraucher die Verpackungen an Pfandautomaten in ausgewählten Lebensmittelgeschäften im Großraum München zurückgeben, wie das Unternehmen mitteilte.

Das Heilbronner Start-up Reo hat das System entwickelt. Das Unternehmen will damit die Wiederverwendung von herstellerspezifischen Verpackungen ermöglichen. In der ersten Pilotphase will Kneipp nach eigenen Angaben vor allem Erkenntnisse über die Akzeptanz des Systems bei den Verbrauchern gewinnen. Zudem will der Hersteller prüfen, ob sich die Verpackungen wiederbefüllen lassen.

„Für uns bietet das Projekt die Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse über eine Mehrwegnutzung unserer Verpackungen zu erhalten“, erklärte Isabel Hafner, die bei Kneipp die Verpackungsentwicklung leitet, laut der Mitteilung. Das Unternehmen will demnach vor allem untersuchen, in welchem Zustand die Verpackungen zurückkommen und ob sich die Qualitätsanforderungen bei einer Wiederbefüllung einhalten lassen.

Das Start-up Reo will die Verpackungen über eine digitale Plattform erfassen und verwalten. Dies soll den teilnehmenden Unternehmen Transparenz über die Nutzung ihrer Verpackungen bieten. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik unterstützt das Projekt.

Kneipp beschäftigt nach eigenen Angaben rund 700 Mitarbeiter, davon etwa 550 in Deutschland. Das Unternehmen gehört zur Paul Hartmann AG.

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