Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten mehrerer norddeutscher Brauereien zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Mitarbeiter der Produktion bei der Flensburger Brauerei und der Carlsberg-Brauerei in Hamburg werden am Dienstag die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft mit. Auch die Hasseröder Brauerei in Sachsen-Anhalt und die Jever-Brauerei in Niedersachsen sind von den Warnstreiks betroffen.
Der Streik beginnt mit der Frühschicht um 6 Uhr und betrifft alle drei Schichten. In dieser Zeit sollen in den Produktionshallen kein Bier und keine Limonade abgefüllt werden. Größere Auswirkungen auf die Verfügbarkeit in den Supermärkten erwartet die Gewerkschaft nicht. Lediglich bei Produkten mit geringem Lagerbestand könnte es zu Engpässen kommen, erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft.
Hintergrund des Arbeitskampfes sind die gescheiterten Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert rückwirkend zum 1. April eine Lohnerhöhung von 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben nach Angaben der Gewerkschaft bislang eine Erhöhung von 1 Prozent zum 1. Oktober 2025 sowie eine weitere Steigerung um 2,1 Prozent zum 1. April 2026 angeboten. Der Tarifvertrag soll bis Ende 2026 laufen.
Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft lehnte das Angebot der Arbeitgeber vom 19. Mai ab. Es schmecke wie schales Bier.
