Der Markt für pflanzliche Lebensmittel steht vor großen Herausforderungen. Dies zeigte sich auf dem Protein Forward Summit, den der Hersteller Planteneers, eine Tochtergesellschaft der Stern-Wywiol-Gruppe, und der Food Harbour Hamburg veranstalteten. Der Food Harbour Hamburg versteht sich als Innovationsplattform für die Lebensmittelbranche. Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungskette diskutierten dort über die Zukunft des Plant-based-Marktes.
Kein Ende der Möglichkeiten in Sicht
Matthias Moser, Geschäftsführer der Food Ingredients Division der Stern-Wywiol Gruppe, erkennt gute Voraussetzungen für einen Wandel. „Neue Technologien und Proteinquellen erweitern die Möglichkeiten. Sie bieten die Grundlage für ein breites Spektrum an pflanzlichen Alternativ-Produkten“, erklärte Moser. Ein Ende sei nicht in Sicht.
Die Branche sieht sich jedoch mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Dazu zählen neben den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen auch Faktoren wie Preisparität, Skalierbarkeit und Verbraucherakzeptanz. Um diese Hürden zu überwinden, forderten die Experten bei der Veranstaltung einen verstärkten Schulterschluss der verschiedenen Stakeholder und eine fundierte, übergeordnete Branchenkommunikation zur Aufklärung der Verbraucher.
Vegane Lebensmittel in die Genüsse-Welt integrieren
Die Teilnehmer des Summits waren sich einig, dass Investitionen in Produktentwicklung und vor allem in Kommunikation den Markt weiterentwickeln können. Dabei sei es wichtig, neue Narrative zu finden. Die aktuelle Polarisierung „Fleisch vs. Pflanze“ führe wenig zum Ziel. Stattdessen gehe es darum, vegane Lebensmittel in die Welt der kulinarischen Genüsse zu integrieren. Zuversichtlich in diesem Sinne äußerten sich zum Beispiel Uwe Hambrock vom Rheingold Institut und Jochen Matzer vom Food Harbour Hamburg.
Dorotea Pein, Director Technology and Innovations bei Planteneers, betonte die gesundheitlichen Vorteile pflanzlicher Alternativen. „Betrachtet man die Nährwertprofile verschiedener Fleischalternativen, zeigt sich, dass diese sich beim Proteingehalt den kommerziellen Produkten annähern, dabei aber weniger Kalorien enthalten“, führte Pein aus. Nun gelte es, die Konsumenten von diesen Vorteilen zu überzeugen und das Vertrauen in die Ernährungsindustrie zurückzugewinnen.
