Der Rohstoffpreisindex des HWWI lag im April 7,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Index sank im Februar um 1,4 Prozent, im März um 4,6 Prozent und im April um 7,6 Prozent. Für den Rückgang im Februar waren hauptsächlich sinkende Preise für Energierohstoffe verantwortlich. Im März fielen zusätzlich die Preise für Nahrungs- und Genussmittel um durchschnittlich 7,1 Prozent. Im April sanken die Preise für Energierohstoffe um 9,3 Prozent und die für Industrierohstoffe um durchschnittlich 5,5 Prozent.
Energierohstoffe-Index fiel durchgehend
Der Index für Energierohstoffe fiel in den vergangenen drei Monaten durchgehend und lag im April 10,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der europäische Gaspreis sank ab März deutlich. Das HWWI führt dies auf steigende LNG-Lieferungen aus den USA nach Europa und milde Temperaturen zurück. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastete die globalen Konjunkturaussichten und drückte den Rohölpreis. Im April lag der Rohölindex 25,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.
Kaffeepreise steigen trotz allgemeinem Trend
Der Nahrungsmittelindex entwickelte sich uneinheitlich. Nach einem leichten Anstieg im Februar sank er im März um 7,1 Prozent und stagnierte im April. Damit lag er nur leicht (1,9 Prozent) über den Werten des Aprils 2024. Bemerkenswert war der deutliche Anstieg der Kaffeepreise im Februar um 14,6 Prozent. „Die Ursache hierfür war eine der schwersten Dürreperioden in Brasilien, dem weltweit größten Kaffeeproduzenten, die zu erheblichen Ernteausfällen führte“, erklärte das HWWI.
Der Index für Industrierohstoffe stieg zunächst im Februar und März, sank dann aber im April um 5,5 Prozent. Im April lag er 2,2 Prozent unter den Werten des Vorjahresmonats.
Besonders auffällig entwickelte sich der Holzpreis. Kanada und die USA verringerten ihre Holzproduktion aufgrund schlechter Wetterbedingungen. Dies verknappte das globale Angebot, während gleichzeitig die globale Nachfrage stieg.