Die deutschen Landwirte haben im vergangenen Jahr so wenig Spargel angebaut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Erntemenge sank 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 108.000 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zu 2018 fiel die Ernte sogar um 23 Prozent niedriger aus.
Trotz des Rückgangs bleibt Spargel mit einer Anbaufläche von 19.800 Hektar das flächenmäßig bedeutendste Gemüse in Deutschland. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Speisezwiebeln mit 17.700 Hektar und Möhren mit 13.800 Hektar. Die größte Spargelmenge ernteten die Landwirte in Niedersachsen.
Weniger Saisonkräfte benötigt
Der rückläufige Spargelanbau wirkt sich auch auf den Bedarf an Erntehelfern aus. Von März 2022 bis Februar 2023 arbeiteten nach Angaben des Statistischen Bundesamts bundesweit knapp 243.000 Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft. Dies entspricht einem Anteil von 28 Prozent an allen Beschäftigten in diesem Bereich. Vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei 31 Prozent.
Die meisten Saisonkräfte beschäftigen die Landwirte in Hamburg für die Apfelernte und in Rheinland-Pfalz für die Weinlese. Der Frauenanteil unter den Erntehelfern beträgt bundesweit 44 Prozent.
