Zahlungsverkehr Bäckerverband fordert Sicherstellung von Bargeld

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks setzt sich für den Erhalt von Bargeld ein. Er fordert einen gesicherten Zugang und gedeckelte Gebühren für Betriebe. Gleichzeitig steht der Verband bargeldlosem Bezahlen offen gegenüber.

Donnerstag, 22. August 2024, 14:05 Uhr
Julia Krone

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks fordert, den Zugang zu Bargeld sicherzustellen. Wie der Verband mitteilte, sieht er mit Sorge, dass sich immer mehr Banken aus dem Bargeldgeschäft zurückziehen. Besonders kleine und mittelständische Betriebe seien mit Problemen in diesem Bereich konfrontiert. Der Verband unterstützt daher den Verein „Bargeld zählt! e.V.“, dessen Mitbegründer er ist.

„Für viele Betriebe ist Bargeld mehr als nur eine Zahlungsoption – es ist ein Stück Alltagssicherheit“, erklärte Dr. Friedemann Berg, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands, laut der Mitteilung. Bei Stromausfällen oder Störungen des unbaren Zahlungsverkehrs könne mit Bargeld weiter eingekauft und bezahlt werden. Der Verband fordert, dass der Zugang zu Bargeld in angemessener Entfernung sowohl für Verbraucher als auch für Betriebe sichergestellt wird. Zudem sollten die Gebühren für den Umgang mit Bargeld per Gesetz gedeckelt werden. Für Betriebe wären nach Ansicht des Verbands maximal 0,05 Prozent der jeweiligen Geldsumme angemessen.

Gleichzeitig steht der Verband bargeldlosem Bezahlen offen gegenüber. „Wir stellen fest, dass viele Kunden nach wie vor mit Bargeld zahlen und erwarten, auch künftig beim Bäcker bar bezahlen zu können“, teilte Berg mit. Der Verband verwies auf einen Dialog der Deutschen Bundesbank mit 27 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Dieser habe die Bedeutung des Bargelds für die Gesellschaft eindrucksvoll bestätigt. „Bargeld sichert nicht nur die Unabhängigkeit der Betriebe, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe aller Kundengruppen“, erklärte Berg.

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