Weinbaujahr Weininstitut rechnet mit durchschnittlichen Erträgen

Das Weinbaujahr 2023 wies nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) einige Besonderheiten auf. In den 13 deutschen Anbaugebieten rechne man insgesamt mit einem durchschnittlichen Ertrag bei starken regionalen Schwankungen.

Mittwoch, 18. Oktober 2023 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Laut dem Institut mit Sitz im rheinhessischen Bodenheim liegt die Ernteschätzung bei rund 8,8 Millionen Hektolitern Weinmost. Das wären rund drei Prozent weniger als im Vorjahr und ein Prozent weniger als der Durchschnittsertrag der vergangenen zehn Jahre. Dabei hätten sich allerdings starke Unterschiede unter den Regionen gezeigt. So werde im eher kleinen Anbaugebiet Sachsen eine um 23 Prozent über dem zehnjährigen Mittel liegende Erntemenge erwartet. Hierbei spricht das DWI von einem Ausnahmejahrgang.

Auf deutlich mehr Weinmost dürfen sich laut DWI auch die Winzer in den Gebieten Saale-Unstrut mit einem Plus von 13 Prozent, in Franken mit einem Plus von 9 Prozent und im hessischen Rheingau mit einem Plus von 6 Prozent sowie an der hessischen Bergstraße mit zusätzlichen sechs Prozent freuen. In Rheinhessen, der Pfalz und Baden als drittgrößtem Anbaugebiet rechnet man mit durchschnittlichen Erträgen. Während Rheinhessen auf rund 2,5 Millionen Hektoliter kommen dürfe, werde in der Pfalz mit 2,3 Millionen und in Baden mit 1,2 Millionen gerechnet.

Unter dem zehnjährigen Mittel lägen die Weinbauern an der Mosel mit einem Minus von 4 Prozent sowie in Württemberg (minus 5 Prozent). An der Ahr rechne man mit rund 39 000 Hektolitern, was zwar etwa 13 Prozent weniger als im besonders guten Jahr 2022 ist, aber immer noch 2 Prozent über dem zehnjährigen Schnitt liege.

So fiel die Weinlese geringer aus als Anfang September noch vom Statistischen Bundesamt erwartet. Das ging für 2023 von einer deutlich besseren Weinernte als im Vorjahr aus und rechnete mit fast 9,9 Millionen Hektoliter Weinmost. Laut DWI blieb die Erntemengen am Ende deutlich hinter ersten Schätzungen, aufgrund der extremen Trockenheit im Juni, und den darauffolgenden starken Niederschlägen bis in den August sowie das Aufkommen der Kirschessigfliege als Herausforderungen des aktuellen Jahrgangs. Die Lese sei in diesem Jahr besonders kurz gewesen, habe sich teils nur über drei Wochen erstreckt, sagte DWI-Sprecher Ernst Büscher. Hintergrund ist Büscher zufolge, dass Trauben, die mit 30 Grad oder mehr in den Keller kämen, schnell gärten. Angestrebt werde aber von Winzern eine kühle und damit aromaschonendere Vergärung.

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