Umweltschutz Erdbeeranbau bedroht Spaniens Natur

Die Ausweitung des wasserintensiven Erdbeeranbaus unmittelbar am Unesco-Weltnaturerbe Doñana im Südwesten Spaniens sorgte am Wochenende für Konflikte. Der weltweit größte Abnehmer der andalusischen Erdbeeren ist hierbei Deutschland.

Montag, 17. April 2023 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Erdbeeranbau bedroht Spaniens Natur
Bildquelle: Adobe Stock

Die Lebensmittel Praxis berichtete bereits ausführlich über den Anbau und die Arbeitsbedingungen des Erdbeeranbaus in Andalusien: Raubbau im Naturschutzgebiet - Erdbeeren um jeden Preis - Lebensmittelpraxis.de.

Am Wochenende kam es im Land zwischen der konservativ regierten Region Andalusiens und Politikern in Madrid, der EU, sowie Forschern und Ökologen erneut zu Konflikten. Die geplante Ausweitung des Erdbeeranbaugebiets um 800 Hektar bedrohe das ohnehin vom Austrocknen gefährdete Feuchtgebiet des Nationalparks Doñana. Madrid will nicht untätig bleiben und drohe daher unter anderem mit einer Klage vom Verfassungsgericht. Bereits 2021 kam es zu einer Abmahnung des EU-Gerichtshofs in Luxemburg, da Spanien sich nicht genug um den Schutz des Feuchtgebietes bemühe.

Es gibt jedoch einen großen Interessenkonflikt. So betonen die Landwirte Andalusiens, dass die strukturschwache Provinz Huelva auf den Erdbeeranbau angewiesen sei. Die „Königsfrucht“ sicherte 2021 alleine 100.000 Arbeitsplätze. 360.000 Tonnen Erdbeeren wurden 2021 in Spanien bereits produziert. Rund ein Drittel ging davon nach Deutschland, dem weltweit größten Abnehmer. Ein Lösung des Interessenkonflikt ist bisher noch nicht in Sicht. Vielmehr werde das Thema aufgrund anstehender Regional- und Kommunalwahlen weiterhin für Konflikte sorgen.

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