Statistik Verbraucher geben mehr für Fisch aus

Nach bislang ungeahnten Zuwächsen im Fischverbrauch während der ersten beiden Jahre der Corona-Pandemie scheint sich die Lust auf Lachs und Co. wieder zu normalisieren. Unzufrieden ist die Fischwirtschaft deshalb aber nicht, denn die Verbraucher geben mehr Geld aus.

Mittwoch, 17. August 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Nach der extrem großen Lust der Bundesbürger auf Fisch und Meeresfrüchte in den ersten beiden Corona-Jahren scheint sie im dritten Corona-Jahr wieder abzuflauen. „Im ersten Halbjahr 2022 wurden 38.171 Tonnen oder anders ausgedrückt 14,4 Prozent weniger Fisch eingekauft als im Jahr 2021“, sagte der Vorsitzende des Fisch-Informationszentrums, René Stahlhofen, am Mittwoch in Hamburg.

Bezogen auf den Einkaufswert entspreche dies einem Rückgang um 412 Millionen Euro. Unzufrieden zeigte sich der Chef des zentralen Marketingorgans der Fischwirtschaft aber dennoch nicht. „Die enormen Zuwächse bei den beiden Corona-Ausnahmejahren 2020 und 2021 sind sowohl mengen- als auch wertmäßig nicht wiederholbar.“ Entsprechend verglich er das erste Halbjahr 2022 auch mit dem ersten Vor-Corona-Halbjahr 2019. „Und da sehen wir, dass der Rückgang nur marginal ist, konkret 3446 Tonnen oder anders ausgedrückt 1,5 Prozent“, sagte Stahlhofen.

Hinzu kommt: Trotz des Rückgangs kommt angesichts höherer Preise mehr Geld in die Kasse. Denn der Warenwert liege 110 Millionen Euro oder 4,6 Prozent über dem vom ersten Halbjahr 2019. Das gelte besonders für Frischfisch mit einem Plus von 70 Millionen Euro oder 10,8 Prozent sowie für Fischkonserven mit einem Zuwachs von 27 Millionen Euro oder 10,5 Prozent. Einzig beim Räucherfisch sei ein Rückgang um 18 Millionen Euro oder 4,1 Prozent gegenüber den Vor-Corona-Werten zu verzeichnen.

Im vergangenen Jahr haben die Bundesbürger für Fisch so viel Geld ausgegeben wie noch nie. Insgesamt seien im zweiten Corona-Jahr 2021 im Lebensmitteleinzelhandel für 495 053 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte rund 5,4 Milliarden Euro bezahlt worden, sagte Stahlhofen. Das sei ein Umsatzrekord. Im ersten Corona-Jahr 2020 seien mit 505 010 Tonnen zwar noch mehr Fisch und Meeresfrüchte über die Ladentheken gegangen, doch gab es dafür den Angaben zufolge nur rund 5,3 Milliarden Euro.

Lieblingsfisch sei erneut der Lachs gewesen, gefolgt vom Alaska-Seelachs, der den Thunfisch beziehungsweise die Boniten auf den dritten Platz verdrängt habe. Auf die Plätze vier und fünf kamen der Hering und die Garnelen. Beliebt waren aber auch Forellen, Tintenfische, Makrelen, Kabeljau und der Rotbarsch.

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