Quartalsbilanz Henkel will 2.000 Stellen einsparen

Henkel konnte seinen Konzernumsatz im ersten Quartal organisch um 7,1 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro steigern. Mit der geplanten Zusammenlegung von Kosmetik- und Waschmittelgeschäft will der Konsumgüterkonzern 500 Millionen Euro einsparen und weltweit 2.000 Stellen streichen.

Donnerstag, 05. Mai 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Jahr Henkel AG & Co. KGaA. Alle Rechte vorbehalten

Das Umsatzwachstum im ersten Quartal sei dabei vor allem durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologies getragen worden, der einen zweistelligen organischen Anstieg von plus 10,7 Prozent erreichte. Hier hätten alle Geschäftsfelder organische Umsatzzuwächse erzielt.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care habe eine organische Umsatzsteigerung von plus 4,9 Prozent erzielen können, die durch ein deutliches Wachstum im Geschäftsfeld Waschmittel getragen worden sei. Der Unternehmensbereich Beauty Care sei dagegen im ersten Quartal mit minus 1,2 Prozent leicht rückläufig gewesen. Das Konsumentengeschäft habe, „insbesondere aufgrund der Umsetzung der für 2022 angekündigten Portfoliomaßnahmen“, wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres gelegen.

Am 28. Januar 2022 hatte Henkel bekannt gegeben, die Unternehmensbereiche Laundry & Home Care und Beauty Care in einen neuen, integrierten Unternehmensbereich Henkel Consumer Brands zusammenzuführen – mit einem Fokus auf zwei globale Kategorien, Laundry & Home Care und Hair Care. Mit der Integration in einen Unternehmensbereich sollen mittelfristig signifikante Brutto-Einsparungen (vor Reinvestitionen) mit einem Gesamtvolumen von rund 500 Millionen Euro realisiert werden, teilt Henkel mit. Diese Synergien sollen sich vor allem aus der Optimierung von Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen sowie in der Supply Chain (Produktion und Logistik) und bei Werbung und Marketing ergeben.

Die Umsetzung werde in zwei Phasen erfolgen. In der ersten Phase würden bis Ende des Jahres 2023 Maßnahmen umgesetzt, die auf jährlicher Basis zu Netto-Einsparungen in Höhe von rund 250 Millionen Euro führen sollen. Aus heutiger Sicht werden dabei weltweit rund 2.000 Stellen, vorwiegend in Vertrieb und Verwaltung, betroffen sein. In der ersten Phase erwartet Henkel Einmalaufwendungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro. In einer zweiten Phase soll der Schwerpunkt auf der Optimierung der Supply Chain des neuen integrierten Unternehmensbereichs liegen.

Henkel erwartet auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von plus 3,5 bis plus 5,5 Prozent (vorher: plus 2,0 bis plus 4,0 Prozent). Getragen werde diese insgesamt höhere Umsatzerwartung durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologies.

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