Geschäftsjahr Rügenwalder Mühle investiert in Veggie

Die Rügenwalder Mühle hat 2021 mehr Fleischalternativen als klassische Fleisch- und Wurstprodukte verkauft. „Jetzt gilt es, die Kapazitäten weiter auszubauen und die nächsten Ziele anzusteuern“, sagt CEO Michael Hähnel (Foto). Das Unternehmen hat einen neuen Produktionsstandort erworben.

Montag, 02. Mai 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Rügenwalder Mühle investiert in Veggie
Bildquelle: Rügenwalder Mühle

Die Rügenwalder Mühle hat vergangenes Jahr insgesamt 263,3 Millionen Euro (2020: 233,7 Millionen Euro) erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtabsatz betrug 2021 rund 35.000 Tonnen (+ 13,6 % vs. 2020). Dabei verkaufte die Rügenwalder Mühle erstmalig auf das Gesamtjahr gesehen mehr vegane und vegetarische (V+V) Produkte als klassische Fleisch- und Wurstprodukte, heißt es in einer Mitteilung.

Im SB-Wurst-Markt hatte der Lebensmittelhersteller 2021 zwar leichte Einbußen, entwickelte sich aber um zwei Prozentpunkte positiver als der Gesamtmarkt (Rügenwalder Mühle -1,9 %, Gesamtmarkt -3,9 % vs. 2020). Im Bereich der V+V-Produkte konnte die Rügenwalder Mühle ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. Im direkten Absatzvergleich mit dem relevanten Markt legten die Ammerländer sogar 8,4 Prozentpunkte mehr zu als das dynamisch wachsende Marktumfeld (Rügenwalder Mühle +41,6 %, Gesamtmarkt +33,2 %, vs. 2020).  

Auch personell hat die Rügenwalder Mühle einen Sprung nach vorne gemacht: Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich um 9,5 Prozent auf insgesamt 851 erhöht. Durch das Aufsetzen neuer Prozesse und Strukturen, wie etwa der neuen Supply Chain-Organisation, fiel auch die Lieferquote mit 96,6 Prozent sehr positiv aus. Das ist vor allem angesichts der verschärften Rohstoffsituation ein Erfolg. Hier setzt das Unternehmen den eigenen Anbau von Soja in Deutschland weiter fort. 

Neuer Standort bietet neue Wachstumspotenziale

Um profitables Wachstum vor allem im Bereich der pflanzlichen Proteine zu ermöglichen, hat die Rügenwalder Mühle einen neuen Produktionsstandort in Goldenstedt im Landkreis Vechta erworben. Der neue Standort wurde zum 1. Mai 2022 mitsamt seinen Mitarbeitenden in eine Tochtergesellschaft der Rügenwalder Mühle überführt. Noch in diesem Jahr soll hier die Produktion zweier Produktlinien starten. 

Das Gebäude in Goldenstedt bietet 8.000 Quadratmeter Produktionsfläche. Durch die geringe Entfernung zum Hauptsitz und weiter wichtigsten Produktionsstandort in Bad Zwischenahn kann die Rügenwalder Mühle ihre Transportwege reduzieren und weiter regional produzieren. Um die Produktionskapazitäten im Bereich der pflanzlichen Proteine in Zukunft weiter zu erhöhen, setzt die Rügenwalder Mühle ihre Suche nach neuen Standorten oder Expansionsmöglichkeiten fort.

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