Konjunkturbericht Ernährungsindustrie trotzt Herausforderungen

Die Ernährungsindustrie trotzte im 2. und 3. Quartal 2021 schwierigen Marktbedingungen, gibt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) bekannt. Laut ihrem aktuellen Konjunkturbericht gelang gleichwohl nicht die Rückkehr zum Vor-Corona-Niveau.

Freitag, 14. Januar 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Getty Images

Im zweiten Quartal erwirtschafteten die Lebensmittelhersteller mit 45 Milliarden Euro ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vojahr. Den Umsatzanstieg unterstützten steigende Verkaufspreise im In- und Ausland sowie ein Absatzausbau in Höhe von 0,3 Prozent. Zeitgleich stieg der um Saions- und Kalendereffekte bereinigte Produktionsindex um 3,4 Prozent. Während jedoch das Exportgeschäft um 7,2 Prozent zulegen konnte, konnte das Inlandsgeschäft mit einem Minus von 0,8 Prozent laut BVE sein Potenzial weiter nicht ausschöpfen.

Das dritte Quartal konnte nicht an die Erfolge des zweiten anschließen. Zwar stieg der Gesamtumsatz von 46,9 Milliarden Euro um 1,3 Prozent im Vergleich zu 2021, jedoch beruht dieser Erfolg der BVE zufolge ausschließlich auf steigenden Verkaufspreisen: Der Absatz verzeichnete ein Minus von 2,2 Prozent, auch der Inlandsumsatz fiel um 0,5 Prozent. Erneut bewies sich das Exportgeschäft als wichtige Stütze: Der Auslandsumsatz betrug 16,4 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent. Auch der Saions- und Kalendereffekte bereinigte Produktionsindex stieg um plus 4,2 Prozent.

Erfreulich ist aus Sicht der BVE die wirtschaftliche Erholung der Ernährungsindustrie anhand des Geschäftsklimas. Der mittelfristige Indexhöchsstand wurde mit 108,7 Punkten im Juni 2021 erreicht, als die Impfkampagne an Fahrt aufnahm und die Exportzahlen positive Signale sendete. Im dritten Quartal jedoch erfuhr das Geschäftsklima aufgrund pessimistischer Zeichen einen moderaten Dämpfer: Materialknappheit, Produktionsbedingungen und ansteigende Logistik-, Energie- und Rohstoffpreise waren hierfür der Auslöser.

Wie dem Rohstoffindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinsitut (HWWI) abzulesen ist, stiegen gerade letztere deutlich: Die Produktion von Nahrungs- und Genussmittel verteuerte sich im zweiten Quartal 2021 um 35,3 Prozent und im dritten Quartal um 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die BVE beklagt, dass diese volatile Preisentwicklung angesichts des zentralen Kostenfaktors in der Produktion eine Herausforderung für die Unternehmen bleiben wird.

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