Öko-Landwirtschaft EU-Länder wollen Bio ausbauen

Die EU-Länder wollen einen deutlichen Ausbau der Bio-Landwirtschaft vorantreiben. Die Agrarministerien der EU-Länder einigten sich auf Schlussfolgerungen, die unter anderem vorsehen, dass bis 2030 ein Viertel der Agrarfläche in der EU für Bio-Landwirtschaft genutzt werden soll.

Mittwoch, 21. Juli 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild EU-Länder wollen Bio ausbauen
Bildquelle: Christian Schwier

Einen entsprechenden Aktionsplan mit diesem Ziel hatte die EU-Kommission bereits im Frühjahr vorgeschlagen, die EU-Länder haben diesen nun offiziell begrüßt. Für die Bundesrepublik ergäben sich zusätzliche Impulse für nationalen Aktionsplan, hieß es von deutscher Seite während des Treffens. Erklärtes Ziel der Bundesregierung sind 20 Prozent bis 2030. Sie sehe etwa großes Potenzial in Bereichen wie Kitas, Schulen Krankenhäusern, sagte Staatssekretärin Beate Kasch, die Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bei dem Ministertreffen vertrat. Dort könnten mehr Bioprodukte verwendet werden. Aktuellen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge lag der Anteil der Biolandwirtschaft - gemessen an der Fläche - im vergangenen Jahr bei 10,3 Prozent.

Derzeit bestehen in den EU-Ländern große Unterschiede was den Anteil der Bio-Landwirtschaftsfläche betrifft: Österreich übererfüllt bereits nach Angaben von Ministerin Elisabeth Köstinger das vorgegebene Ziel mit einem Anteil von 26 Prozent. Schlusslichter sind Daten der Statistikbehörde Eurostat von 2019 zufolge Malta (0,5 Prozent) gefolgt von Irland (1,6) und Bulgarien (2,3). Deutschland lag damals mit 7,7 Prozent im unteren Mittelfeld. Das Bundesagrarministerium bezifferte den Anteil für Ende 2019 auf 9,7 Prozent.

 

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