Zukunftskommission Landwirtschaft Wissenschaftler zufrieden

Die von der Bundesregierung eingesetzte Zukunftskommission Landwitschaft (ZKL) hat ihre Empfehlungen einstimmig verabschiedet. Vier Professorinnen und zwei Professoren aus den Agrar- und Umweltwissenschaften haben mitgewirkt und ziehen ein positives Fazit.

Donnerstag, 01. Juli 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Wissenschaftler zufrieden
Bildquelle: Georg-August-Universität Göttingen

Die klassischen EU-Subventionen für die Landwirtschaft, die pro Hektar ausgezahlten  Direktzahlungen, haben keine Zukunft mehr und müssen innerhalb der nächsten beiden Perioden der EU-Agrarpolitik vollständig umgebaut werden. An ihre Stelle sollen betriebswirtschaftlich attraktive Zahlungen für Umwelt- und Tierschutzleistungen treten. Diese Empfehlung der ZKL ist aus Sicht der Wissenschaftler wegweisend, weil sie den Landwirten neue Geschäftsmodelle ermöglicht und sie wirtschaftlich absichern kann.

Der Bericht wird der Bundeskanzlerin am 6. Juli übergeben. „Es waren sehr zeitaufwändige Dialogprozesse, aber es ist gelungen, mit Hilfe wissenschaftlicher Ergebnisse eine fundierte und dialogförderliche Basis für die vorher teilweise sehr verhärteten Verhandlungen zwischen den verschiedenen Organisationen der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette und den Verbänden des Verbraucher-, des Natur-, Tier- und Umweltschutzes zu entwickeln“, so Professorin Hiltrud Nieberg vom Thünen-Institut.  Professorin Ute Knierim, Universität Kassel: „Die Landwirtschaft stellt sich der großen Transformation zu mehr Umwelt- und Tierschutz und will sie mitgestalten.“ Das könne sie nicht allein aus eigener Kraft stemmen. „Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit Verbindungen in viele Lebensbereiche.“ Der Frankfurter Naturschutzprofessor Manfred Niekisch: „Nun kommt es darauf an, dass die nötigen Schritte und Instrumente seitens der beteiligten Interessengruppen und durch die Politik auch entwickelt und umgesetzt werden.“ Die Bürger müssen in den kommenden Jahren als Steuerzahler und Verbraucher schätzungsweise 5 bis 8 Milliarden Euro pro Jahr mehr aufbringen als bisher. „Den meisten Menschen sind Tierwohl und eine intakte Natur diese Summe auch wert,“ so Professor Achim Spiller (Foto) von der Universität Göttingen. „Viele Umwelt- und Gesundheitsbelastungen, die heute anfallen, können durch die konsequente Transformation des Landwirtschafts- und Ernährungssystems künftig vermieden werden“, so Professorin Ramona Teuber von der Universität Gießen.

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