Geflügelpest Neue Ausbrüche

Wegen eines nachgewiesenen Falls von Geflügelpest müssen in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Plön, Schleswig-Holstein, etwa 76.000 Legehennen getötet werden. Nach einem Vogelgrippeausbruch in Brandenburg werden rund 10.000 Puten getötet.

Montag, 08. März 2021 in Hersteller
Lebensmittel Praxis
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In dem Putenbestand in Brandenburg im Landkreis Märkisch-Oderland habe es eine erhöhte Zahl toter Tiere gegeben. Erst am Dienstag vergangener Woche war ein Ausbruch in einem Putenbestand in der Prignitz bekannt geworden. Dort mussten rund 18.000 Tiere getötet werden.

Nach einem Ausbruch der Geflügelpest hat auch in einer Geflügelhaltung im Kreis Plön am Montag die Tötung von etwa 76.000 Legehennen begonnen. „Das ist der größte Betrieb, der in Schleswig-Holstein bislang von der Geflügelpest betroffen war“, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. 

Durch die Tötung der Tiere soll verhindert werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Die Region wurde in einem Radius von drei Kilometern zum Sperrbezirk und in einem Umkreis von zehn Kilometern zum Beobachtungsgebiet erklärt.

Bei dem betroffenen Betrieb handelte es sich um eine Bodenhaltung. Es habe in der Anlage strenge Hygienemaßnahmen gegeben. Dass das Virus trotzdem in den Bestand gelangte, sei „erschütternd“, so der Betreiber. Die Ställe würden nach der Tötung der Tiere mehrere Mal desinfiziert. Anschließend werde der Betrieb mit der Aufzucht von Küken beginnen. Es werde ein halbes bis ein dreiviertel Jahr dauern, bis der Betrieb wieder Eier produzieren werde.

Im Norden ist nach Angaben der dpa in den vergangenen Monaten in bislang neun Geflügelhaltungen mit rund 81.000 Tieren die Geflügelpest nachgewiesen worden. Zudem hat sich der Nachweis der Krankheit bei Wildvögeln auf rund 485 erhöht.

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