Westfleisch Umsatzplus im Pandemie-Jahr

Fleischvermarkter Westfleisch hat trotz der Corona-Krise und vorübergehender Werksschließung in Coesfeld das Jahr 2020 nach eigenen Angaben „ordentlich gemeistert“.  Im Vergleich zu 2019 stieg der Jahresumsatz von Westfleisch um 1,3 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro.

Montag, 08. März 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Der Jahresüberschuss sank vor allem aufgrund der zusätzlichen Kosten im Zuge der Corona-Pandemie und der Afrikanischen Schweinepest um 2,6 Millionen Euro auf 8,1 Millionen Euro. So mussten zum Beispiel Warenbestände in nennenswerter Größenordnung abgewertet werden, weil China sämtliche Importe stoppte. Nach der vorübergehenden Schließung des Standortes Coesfeld investierte Westfleisch mehr als 22 Millionen Euro in die Erarbeitung eines erweiterten Hygienekonzeptes, um die Mitarbeitenden zu schützen und den Betrieb trotz Corona aufrecht zu erhalten. Dazu zählen unter anderem die Durchführung von 1 Million PCR-Tests und der Kauf von zwei Millionen OP-Masken. Weiterhin testet Westfleisch nach eigenen Angaben jeden Tag alle Produktionsmitarbeiter an allen Standorten.
Die „Hamsterkäufe“ der Verbraucher hatten einen positiven Effekt auf die Geschäfte im Bereich Wurst-, Convenience- und SB-Waren, berichtet Johannes Steinhoff, Vorstand Weiterverarbeitung und Technik. So stieg der Umsatz bei der Westfleisch-Tochter Westfalenland um 19,9 Prozent auf 770 Millionen Euro. Der Absatz war mit 148.000 Tonnen um 14,7 Prozent höher als in 2019 und legte somit stärker zu als der Gesamtmarkt (+4,2 Prozent). Positiv entwickelte sich auch das Geschäft bei Gustoland mit einem Absatz von 41.000 Tonnen - ein Plus von 7,1 Prozent zum Vorjahr.
Gut 7,5 Millionen Schweine (inklusive Sauen) schlachtete Westfleisch 2020 – ein leichtes Minus von 3 Prozent (Gesamtmarkt -3,5 Prozent). Mit rund 436.000 Rinder schlachtete die Genossenschaft im vergangenen Jahr 0,6 Prozent mehr als 2019. Der Gesamtmarkt in Deutschland verlor hingegen 4,2 Prozent. „Neben der Corona-Pandemie haben der Preisverfall bei Bullen, Kühen und Edelteilen, sowie günstige Steakartikel aus Südamerika den Markt unter Druck gesetzt“, sagte Steen Sönnichsen, Vorstand für die Bereiche Produktion, Vertrieb, Export und Einkauf Landwirtschaft. Positiv habe sich dagegen der laut dem Vorstand „ordentliche Einzelhandelsabsatz bei Hackfleisch und Steaks” sowie die hohe Nachfrage der Verbraucher in der Weihnachtszeit ausgewirkt.

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