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Alfred Ritter Einbußen in Deutschland

Lebensmittel Praxis | 30. Januar 2020
Alfred Ritter: Einbußen in Deutschland
Bildquelle: Lebensmittel Praxis

Schokoladenhersteller Alfred Ritter (Ritter Sport) schloss das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatz von 480 Millionen Euro ab, 9 Millionen weniger als im Jahr davor. Das Auslandsgeschäft gewann an Bedeutung, in Deutschland verlor Ritter Marktanteile.

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Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Ronken, bezeichnete 2019 in einer Unternehmensmeldung als ein „Jahr des Übergangs“, die Weichen für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren seien gestellt. Ritter Sport habe in den letzten Monaten eine neue Vermarktungsstruktur etabliert, die helfen solle, Märkte gezielter und spezifischer zu bearbeiten, indem sie Vertrieb und Marketing enger verzahne.

Der Anteil des Umsatzes, den Ritter Sport im Ausland erzielt, stieg 2019 von 42 auf 48 Prozent. Vor allem in Russland konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben deutlich mehr verkaufen. Auch das europäische Ausland, die USA und Asien entwickelten sich positiv. Im hart umkämpften deutschen Markt büßte Ritter Sport dagegen Marktanteile ein. Statt auf viele direkt absatzfördernde Aktionen habe man vermehrt auf Investitionen in die Marke gesetzt, hieß es.

Das Familienunternehmen kündigte an, künftig pro Jahr zusätzlich 15 Millionen Euro in den Bezug nachhaltiger Rohstoffe zu investieren. Seit Anfang 2018 bezieht Ritter für das gesamte Sortiment zu 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao, seit Jahresbeginn 2020 wird ausschließlich segregiertes, zertifiziert nachhaltiges Palmfett (RSPO) verwendet.

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