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Ernährungsindustrie Trübe Stimmung trotz Umsatzgewinn

Lebensmittel Praxis | 08. Januar 2020
Ernährungsindustrie: Trübe Stimmung trotz Umsatzgewinn
Bildquelle: Andrea Kurtz

Im Oktober erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 16,5 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 3,7 Prozent steigern. Die Stimmung der Hersteller kühlte sich allerdings im Dezember deutlich ab.

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Das Umsatzergebnis resultierte sowohl aus einem Absatz- als auch einem Preisanstieg. Insgesamt stiegen die Absatzzahlen im Inland um 0,8 Prozent und im Ausland um 2,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Preissteigerung im Inland betrug 2,2 Prozent, im Ausland 2,7 Prozent. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 5,6 Milliarden Euro exportiert, das entspricht einem Anstieg von 4,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Produktion der Unternehmen hingegen verlief rückläufig, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank im Oktober um 2,5 Prozent.

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Dezember 2019 kühlte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern weiter ab, der Saldo des Geschäftsklimas musste zum vierten Mal in Folge Einbuße hinnehmen. Das Geschäftsklima verlor 6,9 Punkte und lag somit bei insgesamt 1,6 Punkten.

Diese Entwicklung resultierte aus den gedämpften Erwartungen der Unternehmen an die kommenden Monate. Der Saldo der Geschäftserwartung in den nächsten 6 Monaten fiel um 13,5 Punkte auf insgesamt –19,0 Punkte. Die Beurteilung der eigenen Geschäftslage hingegen konnte um 1,1 Punkte auf insgesamt 24,6 Punkte zulegen, die Erwartung an die zukünftigen Verkaufspreise stieg ebenfalls leicht an.