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Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft The Winner is Nutri-Score

Lebensmittel Praxis | 30. September 2019

Bildquelle: Andrea Kurtz

Julia Klöckner hat entschieden, dass sie den Nutri-Score als vereinfachte erweiterte Nährwertkennzeichnung in Deutschland einführen will. Vorausgegangen war eine unabhängige Verbraucherforschung im Auftrag des Ministeriums.

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Das in Frankreich eingeführte System bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz empfehlenswerte Bestandteile wie Proteine in eine Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an – in einer fünfstufigen Skala von «A» auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes «C» bis zu einem roten «E» für die ungünstigste. Erste Produkte mit dem Logo sind schon in deutschen Supermärkten präsent. Julia Klöckner: „Damit treffe ich eine valide Entscheidung in einer Debatte, die seit über einem Jahrzehnt sehr emotional – teils auch polarisierend – geführt wird. Umso wichtiger daher, dass wir mit der von uns durchgeführten wissenschaftlichen Analyse und Verbraucherforschung nun eine belastbare und verlässliche Datengrundlage haben. Auf die Frage, welches dieser Modelle in Deutschland eingeführt werden sollte, entschieden sich 57 Prozent der 1.600 Befragten für Nutri-Score®, 28 Prozent für das MRI-Modell (Max Rubner Institut). 7 Prozent für Keyhole und 5 Prozent für das BLL-Modell.

Testaufgaben zeigen, dass der Nutri-Score® unter den vier untersuchten Modellen am besten verstanden wird. 70 Prozent der Befragten konnten Testaufgaben zur Einordnung eines Lebensmittels vollständig richtig lösen. Beim MRI-Modell waren 60 Prozent. Die höchsten Empfehlungswerte erreicht Nutri-Score® in zwei besonders relevanten Verbrauchergruppen: bei Personen, die sich selten oder gar nicht mit der Zusammensetzung von Lebensmitteln beschäftigen (67 Prozent) sowie bei Personen mit Adipositas, Body-Mass-Index (BMI) über 30 (64 Prozent).