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Neumarkter Lammsbräu Streit um Bio-Label geht in die nächste Instanz

Lebensmittel Praxis | 05. September 2019
Neumarkter Lammsbräu: Streit um Bio-Label geht in die nächste Instanz
Bildquelle: Gisela Schenker/Neumarkter Lammsbräu

Das Landgericht Frankfurt hat gestern in einem erstinstanzlichen Urteil die Klage von Neumarkter Lammsbräu gegen die internationalen Konzerne Danone und SGS Fresenius in zentralen Punkten abgewiesen. Der Bio-Pionier Lammsbräu wird gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt in Berufung gehen.

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Neumarkter Lammsbräu hatte im Dezember letzten Jahres Klage eingereicht (lesen Sie dazu auch unseren Artikel in der LP 15/19). Grund ist unter anderem die Verwendung des Labels „Natürlich Bio“ und des von Fresenius an seine Kunden verliehenen Labels „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“ beim Danone-Produkt Volvic. Beide Labels und die damit ausgezeichneten Produkte weisen nach Ansicht verschiedener Bio- und Mineralwasserexperten, die hierzu von Neumarkter Lammsbräu befragt wurden, eine Reihe von Defiziten auf, die in klarem Widerspruch zu den Anforderungen der BGH-Entscheidung „Biomineralwasser“ aus dem Jahr 2012 und zu Verbrauchererwartungen stünden.

Johannes Ehrnsperger (auf dem Foto mit seinem Vater Franz), Inhaber und Geschäftsführer Neumarkter Lammsbräu: „Wir sind aus der Vergangenheit schon gewohnt, dass es beim Schutz der Verbraucher und der Bioprinzipien vor Gericht öfter in die nächste Instanz gehen muss. Wer Bio wirklich ernst nimmt, muss sich deshalb nicht nur nachhaltig für höchste Lebensmittelqualität und den Umweltschutz einsetzen, sondern auch beim Thema Verbraucherschutz einen langen Atem haben.“