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Süßwarenindustrie Dank Exportgeschäft 2018 stabil

Lebensmittel Praxis | 22. Januar 2019
Süßwarenindustrie: Dank Exportgeschäft 2018 stabil

Bildquelle: LP-Archiv

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) blickt für die Branche mit ihren genussbringenden Produkten auf ein durchwachsenes Jahr 2018 zurück. Das Exportgeschäft der deutschen Süßwarenindustrie blieb auf Wachstumskurs, während der Inlandsmarkt stagnierte.

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Insbesondere der außergewöhnlich lange und heiße Sommer dämpfte den Appetit der Verbraucher auf Schokolade, Gebäck und Zuckerwaren. Deutliche Zuwächse konnten hingegen die Hersteller von Speiseeis, aber auch von Knabberartikeln verzeichnen. Die hohen Kosten einiger landwirtschaftlicher Rohstoffe belasten die Ertragslage vieler der über 200 industriellen Hersteller deutscher Süßwaren und Knabberartikel.

Nach Schätzungen des BDSI konnte die Produktion der in Deutschland hergestellten Süßwaren und Knabberartikel im Jahr 2018 mit ca. 3,7 Millionen Tonnen leichte Zuwächse verzeichnen (+1 Prozent). Wertmäßig blieb die Produktion mit rund 12 Milliarden Tonnen stabil (+0,4 Prozent). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Süßwaren, Knabberartikeln und Markeneis lag im Jahr 2018 schätzungsweise bei 30,6 kg im Wert von 97,05 Euro. Damit blieb er im Zehnjahresvergleich in der Menge stabil (2008: 30,8 Kilogramm). Jeder Deutsche verzehrt pro Jahr statistisch ca. 670 Kilogramm Lebensmittel (ohne Getränke). Der Anteil an Süßwaren beträgt hieran weniger als 5 Prozent.

Das Inlandsangebot (= Produktion + Einfuhr – Ausfuhr) stagnierte im Jahr 2018 mengenmäßig bei knapp 2,5 Millionen Tonnen (0 Prozent), der Inlandsumsatz lag bei schätzungsweise 8 Milliarden Euro (+0,1 Prozent).

Das Exportgeschäft mit Süßwaren und Knabberartikeln entwickelte sich 2018 trotz vieler Unwägbarkeiten im Welthandel erfreulich. Insgesamt wurden schätzungsweise 2,2 Millionen Tonnen Süßwaren und Knabberartikel exportiert. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von +4,7 Prozent. Der Exportumsatz stieg im Jahr 2018 um +3,6 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro. Die Qualität von Süßwaren „made in Germany“ wird im Ausland sehr geschätzt. Mit einem Exportanteil in der Menge von über 50 Prozent geht mehr als jede zweite Tonne deutscher Süßwaren in den Export.

Zu den Trends im Süßwarenmarkt zählen Produkte mit Pflanzenproteinen, mit seit Jahrhunderten bekannten natürlichen Zutaten wie Dinkel, Hanfsamen oder Birkensaft oder auch mit Gewürzen bzw. Gewürzmischungen wie Kurkuma, Pandan oder Pumkinspice. Im Trend liegen wie bereits in den Vorjahren Süßwaren und Knabberartikel für Vegetarier oder Veganer.